Camille.
Sei ruhig, Danton und ich sind nicht eins.

Lucile. Die Erde ist weit, und es sind viel Dinge drauf - warum denn gerade das eine? Wer sollte mir's nehmen? Das wäre arg. Was wollten sie auch damit anfangen?

Camille.
Ich wiederhole dir: du kannst ruhig sein. Gestern sprach ich mit
Robespierre: er war freundlich. Wir sind ein wenig gespannt, das ist
wahr; verschiedne Ansichten, sonst nichts!

Lucile.
Such ihn auf!

Camille. Wir saßen auf einer Schulbank. Er war immer finster und einsam. Ich allein suchte ihn auf und machte ihn zuweilen lachen. Er hat mir immer große Anhänglichkeit gezeigt. Ich gehe.

Lucile.
So schnell, mein Freund? Geh! Komm! Nur das (sie küßt ihn) und das!
Geh! Geh! (Camille ab.)

Das ist eine böse Zeit. Es geht einmal so. Wer kann da drüber hinaus?
Man muß sich fassen. (Singt:)

Ach Scheiden, ach Scheiden, ach Scheiden,
Wer hat sich das Scheiden erdacht?

Wie kommt mir grad das in Kopf? Das ist nicht gut, daß es den Weg so von selbst findet. - Wie er hinaus ist, war mir's, als könnte er nicht mehr umkehren und müsse immer weiter weg von mir, immer weiter.

Wie das Zimmer so leer ist; die Fenster stehn offen, als hätte ein
Toter drin gelegen. Ich halt es da oben nicht aus. (Sie geht.)