Lacroix.
Und treten Sie mir nicht so auf die Füße, Bester, ich habe
Hühneraugen!
Hérault.
Sie leiden noch an Ungeziefer.
Lacroix.
Ach, wenn ich nur einmal die Würmer ganz los wäre!
Hérault. Nun, schlafen Sie wohl! wir müssen sehen, wie wir miteinander zurechtkommen, wir haben wenig Raum. - Kratzen Sie mich nicht mit Ihren Nägeln im Schlaf! - So! Zerren Sie nicht so am Leichtuch, es ist kalt da unten! -
Danton.
Ja, Camille, morgen sind wir durchgelaufne Schuhe, die man der
Bettlerin Erde in den Schoß wirft.
Camille. Das Rindsleder, woraus nach Platon die Engel sich Pantoffeln geschnitten und damit auf der Erde herumtappen. Es geht aber auch danach. - Meine Lucile!
Danton.
Sei ruhig, mein Junge!
Camille. Kann ich's? Glaubst du, Danton? Kann ich's? Sie können die Hände nicht an sie legen! Das Licht der Schönheit, das von ihrem süßen Leib sich ausgießt, ist unlöschbar. Sieh, die Erde würde nicht wagen, sie zu verschütten; sie würde sich um sie wölben, der Grabdunst würde wie Tau an ihren Wimpern funkeln, Kristalle würden wie Blumen um ihre Glieder sprießen und helle Quellen in Schlaf sie murmeln.
Danton.
Schlafe, mein Junge, schlafe!
Camille. Höre, Danton, unter uns gesagt, es ist so elend, sterben müssen. Es hilft auch zu nichts. Ich will dem Leben noch die letzten Blicke aus seinen hübschen Augen stehlen, ich will die Augen offen haben.