Phot. C. H. Firmin.
Abb. 31. Ein Nupe (Nordnigerien) beim Beschleichen des Wildes.
Er trägt die aus Holz angefertigte Nachbildung eines Nashornvogels auf dem Kopf.
Phot. T. J. Alldridge.
Abb. 32. Ein Hain aus Kolabäumen, der zu Fetischzwecken dient.
Hier werden für gewöhnlich die Toten beigesetzt; die Angehörigen suchen deren Gräber auf und erflehen die Hilfe der Verstorbenen.
Die Edo besitzen den Oviabund, der Sage nach die Schöpfung der Gattin eines Königs, die von ihrem Manne sehr geliebt, von den übrigen Frauen aber aufs beste gehaßt wurde und daher bei der Gründung bestimmte, daß nur Männer in diesen Geheimbund aufgenommen werden dürften. Zu Beginn der trockenen Jahreszeit begeben sich alle Männer ins Ovialager und schlafen dort einen Monat lang. Zwischendurch erscheinen sie bald am Tage, bald in der Nacht im Dorfe und dürfen dabei ihr Ordensgewand tragen, dessen hervorstechendstes Stück ein großer, mit Papageienfedern geschmückter Hut ist. Die Frauen ihrerseits besuchen das Lager nur während eines Zeremonialtanzes, doch dürfen sie ihre Männer begleiten, wenn diese sich im Orte befinden. Man behauptet von dem Oviabunde, daß seine Gebräuche dazu beitrügen, die Menschen am Leben zu erhalten.
Phot. P. Amaury Talbot.