Stadtpfarr-K. 1. H. 15. Jh. Pfeilerinschrift 1436, voll, angebl. 1479. Lhs. Halle von 3 Sch. und ursp. 4 Jochen (2 weitere 1899 hinzugefügt). Chor 1sch., 1 † 5/8, flankiert von zwei Türmen, deren Erdgeschosse sich als Kapellen gegen Chor und Lhs. öffnen. Im Lhs. gesimslose Rundpfeiler und gekehlte Scheidbogen, Sschiffe mit Kreuzrippen, Mschiff mit Netz auf Konsolen in Scheitelhöhe der Scheidbogen. Außen durchweg Strebepfeiler, z. T. mit Statuen (erneuert, die alten in der Johanniskap., gute Arbeiten aus A. 16. Jh.). — Einrichtung spbar. und rok., an der Kanzel spgot. Holzfigg. Holzkruzifix mit Naturstamm, Riemenschneider nahestehend. Geschnitzte Rosenkranzmadonna nachgot. Gruppe der Taufe Christi vermutlich von Peter Wagner um 1760. — Gutes Ciborium, würzburgisch um 1680.

Johannis-Kap. (Karner) beg. 1497. Erdgeschoß 2sch., Obergeschoß 1sch. in 3 Achsen und 5/8 Schluß, zierliches Netzgewölbe und reich gegliederte Fenster. Außen (W) einläufiger Treppenaufgang. [Schnitzaltar, Riemenschneider zugeschrieben, jetzt im Nat.-Mus. München.]

Friedhofs-Kap. 1737. Altarbilder von Chr. Urlaub (1745, 1748) und Wolker (1748). Das schöne schmiedeeiserne Gitter am Tor (2. H. 17. Jh.) stammt aus Klst. Ebrach.

Bezirksamtsgebäude. Ehem. fürstbisch.-würzb. Oberamtshaus, um 1614.

Rentamtsgebäude. Ehem. fürstbisch.-würzb. Amts- und Zenthaus. Turm und Anlage im Kern mittelalterlich (von einer Burg der Herren v. Fuchs), Erscheinung wesentlich aus A. 17. Jh.

Spital. Renss. Fachwerkbau mit geschnitztem Balken.

Stadtbefestigung. Interessant durch den doppelten Mauergürtel, Abstand stellenweise über 100 m. Er diente als Zuflucht für die umliegenden Dörfer.

GERSDORF. K. Sachsen AH Döbeln.

Dorf-K. 18. Jh., mit ma. Resten: Sakramentshäuschen, der Eingang von Engeln bewacht; Altarfigg.; vorzüglich ein lebensgroßer Crucifixus A. 16. Jh.; diese jetzt im Kernhaus in Leisnig, anderes im Dresdener Altert.-Ver.

GERSFELD. RB Cassel Kreisstadt.