Dorf-K. mit spgot. und renss. Portalen.
GROSSECKMANNSDORF. K.Sachsen AH Dresden-N.
Dorf-K. 1701 auf Gr. aus 16. Jh. Anlage und Ausstattung bezeichnendes Beispiel des Zeitstils. Gut aufgebauter Altar 1706; Emporen mit biblischen Malereien, handwerklich, aber nicht ungeschickt; flache Decke mit Kehle; bewegte Dachlinie.
GROSSENBEHRINGEN. Sachsen-Gotha LA Waltershausen.
Schloß der Herren v. Wangenheim 1547.
GROSSENHAIN. K. Sachsen Amtshauptstadt.
Stadt-K. Mit Benutzung der abgebrannten ma. K. 1748 erneuert und erweitert von J. G. Schmidt in Dresden (Schüler Bährs). Die Idee der protestantischen Predigtkirche klar und nachdrücklich ausgesprochen. Über dem alten (5/8) Chor der Turm (ausgebaut erst 1801), das Schiff nach O durch eine gerade Quermauer abgeschlossen, der Altar (darüber Kanzel und Orgel) in der Mitte der nördl. Langseite, ihr gegenüber an der SSeite vorspringender breiter Querflügel; also Erweiterung der »Querkirche« zu T-förmigem Gr. Die Muldendecke wird von rundbg. Arkaden mit korinth. Sll., die der Linie der Umfassungsmauern folgen, getragen. Die K. faßt 2000 Personen. — Schnitzaltar 1499, die Flügelgemälde bez. E.W. Schöne got. Kelche.
Ruine des Nonnen-Klst. 2. H. 15. Jh. Das Refektorium mit Zellengwb. jetzt Bierkeller.
GROSSENLÜDER. RB Cassel Kr. Fulda.
Kirche. Erhalten der Chor im Übergangsstil des 13. Jh. Quadr. Vorchor mit Kreuzgwb., darüber Turm, mehrmals erhöht, der beschieferte Helm mit Erkertürmchen 16. Jh. Die Apsis polyg., die Fenster ungeteilt spitzbg. mit rom. Gewändform. An den äußeren Ecken der Apsis 2 aufeinander gestellte Sll. mit Blattkaptt. und att. Basen, rundbg. Fries. Reiches Portal mit Kleeblattbogen. Fassade 1734 mit großen skulptierten Stiftswappen. Die Sakristei mit Tonnengwb. und 1/2 kr. Apsis offenbar der Chor der ältesten Kirche (gegr. 822). — Grabmal der Jutta v. Boyneburg 2. H. 16. Jh.