Veste. Die Gebäude gruppieren sich um ein verschobenes Viereck. Der künstlerisch bedeutendste Teil der »Neue Bau« (später und jetzt »französischer Bau«) 1560-64 von Nic. Gromann; gestrecktes Rck. von geringer Tiefe; nach dem Hof 3, auf der Talseite 5 Geschosse. Wenn Erinnerungen an das Heidelberger Schloß vorliegen, wie behauptet wird, so können sie höchstens in der Gestaltung der Fenster gesucht werden: 2teilig mit Giebelverdachung, die Gewände durch Zahnschnitt gegliedert; Gurtgesimse fehlen. Die Glanzstücke sind die 2 Erker; sie springen von der Erde auf als rck. Risalite vor und sind mit antikisierend flachem Giebel geschlossen; an den Ecken kannelierte jon. und dor. Pilaster; reiche Flächenfüllung mit Trophäen, Rollwerk und figürlichen Reliefs. Zugang durch vorspringende runde Treppentürme. Vorgemach mit Kamin in reicher Meißelarbeit; ein anderer im Fürstengemach.
Schloß-K. 1663-65 jetzt in Verfall.
HELDRUNGEN. Pr. Sachsen Kr. Eckartsberga.
Stadt-K. im 30jähr. Kriege zerstört, Neubau 1682.
Schloß von sehr alter Anlage. 1660 als starke Festung umgebaut.
HELFTA. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.
Cistercienser-Nonnen-Klst., jetzt Scheune. Gestrecktes Rck. ohne gesondertes Altarhaus. Erhalten die Nonnenempore und einiges auf die 2. H. 13. Jh. weisende Detail.
HELLINGEN. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.
Pfarr-K. neuklassisch, 1791-94, mit altem Chorturm.
Wasserburg (Ruine) 1515. Quadrat mit kleinem Hof und 4 Ecktürmen, erneuert im 18. Jh.