Dorf-K. stark befestigt mit doppeltem Mauerring; Torturm, Eckturm.

Ehem. Hof des Klst. Bildhausen, schöner Komplex von Renss.Bauten. Stuckdecken 18. Jh.

HOLZHAUSEN. UFranken BA Schweinfurt.

Dorf-K. Turm von 1608, Lhs. 1736. Hochaltar klassizistisch um 1780. Nebenaltäre Frühbarock um 1660; auf ihnen Holzfigg. St. Kilian und St. Rochus nach 1500.

HOLZKIRCHEN. UFranken BA Marktheidenfeld.

Ehem. Kloster-K. erb. von Balthasar Neumann 1730. Signierter Gr. in der Würzb. Univ.-Bibl. erhalten, woselbst auch die interessanten Konkurrenzpläne L. Dientzenhofers. Reiner Zentralbau, in der Komposition für Neumann auffallend einfach. Fast reguläres Achteck, im Innern abgerundet. An den Ecken korinth. Säulen auf hohem Sockel, die ein architraviertes Hauptgesims tragen. Darüber die im Querschnitt nicht ganz halbkreisförmige Kuppel mit geschlossenem Tambour. Außen die Glieder aus rotem Sandstein, Mauer weiß. An den Ecken korinth. Pilaster, dann Gebälk und Attika. Auf dem Pyramidendach zierliche Laterne in Form eines Tempietto. Trotz der nicht bedeutenden Maße (innerer Durchmesser 15m, Höhe 20 m) ist der Raumeindruck des Innern mächtig. Die Proportionen nach einem genau durchgeführten Triangulationssystem. Die stark klassizistische Architektur ist für Neumann in dieser Frühzeit ungewöhnlich; nur die (nicht erstklassigen) Rok.Stuckaturen in der Kuppel und am Gesimse zeigen, daß wir uns am Anfange des 18. Jh. befinden. — An der Außenseite eingemauertes Rotsandsteinrelief des 12. Jh., aus zwei nicht zusammengehörigen Stücken bestehend: Kopf eines Heiligen; Christus auf der Eselin; Gottvater mit dem Einhorn. Die ikonographische Idee nicht recht verständlich. — Neumanns Risse für das Klostergebäude kamen nicht zur Ausführung. Das Vorhandene unbedeutend. Eingemauerte Reste des sprom. Kreuzgangs.

HOLZZELLE. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.

Benedikt.-Nonnen-Klst. Dürftige Reste. Eine ältere Zeichnung der Ruine zeigt ausgebildete rom. Formen; 2 Türme im Winkel zwischen Lhs. und Qsch. (ein Merkmal der Hirsauer Schule, auf welche jedoch der Chor nicht hinweist). [Ein figurenreiches, nach der flüchtigen Abb. zu urteilen, bedeutendes Tympanon jetzt in Eisleben in Luthers Sterbehaus.]

HOMBERG. RB Cassel Kr. Homberg. Pfarr-K. S. Maria. Beg. 1340, Turm 1374 von Heinrich v. Hesserode (Inschr.). Hallenkirche von 4 Jochen, Chor 1sch. 3 Joche [pg 194] und 5/8 Schluß. Schlanke Rundpfll. mit 4 Diensten. Gwbb. der Ssch. stark gestelzt. Fenster 3teilig, in Maßwerk und Gewände reich gegliedert. Der mächtige WTurm in sehr reinen Formen. Stattliches WPortal.

Marktbrunnen. Die 7 Sandsteinreliefs mit Szenen aus der Passion wohl von einem Stationsweg.