HÖRNITZ (NEU-).
Schloß 1751, gutes Beispiel dafür, wie bei äußerster Beschränkung der dekorativen Mittel doch eine vornehme und reizvolle Wirkung erreicht werden konnte (jetzt Brauerei).
HÖRSELGAU. Sachsen-Gotha LA Waltershausen.
Dorf-K. 18. Jh. Altarwerk A. 16. Jh. mit ungewöhnlich großen, nicht üblen Figg.
HÖRSTEIN. UFranken BA Alzenau.
Pfarr-K. Schiff rom., Chor got.
HOSTERWITZ. K. Sachsen AH Dresden-N.
Dorf-K. schlicht spgot. Anlage, 1774 umgebaut. — Altar um 1580 in der Art des Hans Walther, später umgearbeitet; Denkmäler 1641, 1788.
HUBERTUSBURG. K. Sachsen AH Oschatz.
Jagdschloß. Seit 1721 für den Kurprinzen Friedrich August von J. Ch. Naumann, fast ganz neu gebaut 1743-51 von Joh. Chr. Knöfel, eine Hauptleistung der Dresdener Schule. [pg 195] Sehr großräumige Anlage inmitten weiter Forsten. Zuerst in Triklinienform 55 : 80 m. Der Hauptflügel durch einen kräftigen polygonalen Mittelbau mit turmartigem Aufsatz, die Seitenflügel durch, flache Endrisalite belebt. Aus dieser ersten Zeit stammen auch einige Nebengebäude. Der Umbau verlängerte die Seitenflügel und schloß das Ganze zu einem großen Viereck von 97,5 : 80,5 m ab. Das Äußere blieb einfach in der Behandlung; die innere Ausstattung, an der Matielli, Knöffler, Dieterici und Oeser teilnahmen, ist großenteils zerstört; eine Ausnahme macht der westl. Ecksaal und die Kapelle; letztere in einfachen Architekturformen, aber durch die durchgehende Verwendung von Stuckmarmor von feiner, vornehmer Wirkung; die Plastik des Hochaltars von Matielli dürfte dessen Kunst in ihrem Höhepunkt darstellen; die Gemälde der Seitenaltäre von Silvestre; die reizende plastische Dekoration der Eingangsnische mit dem Weihwasserbecken wohl von Knöffler.