Schloßruine. Seit 15. Jh. in Trümmern.

JESTÄDT. RB Cassel Kr. Eschwege.

Kirche. Rom. Turmchor, später nach O verlängert. Im flachgedeckten Schiff Rundbg.Fenster. Got. Überarbeitungen 1588, 1599 (Inschr.). Hölzerne Emporen. — Grabmal des Wallrab von Boyneburg † 1572, der Ritter in voller Rüstung kniet vor dem Gekreuzigten, umgeben von Weib und Kind.

Edelhof 1561, 1612, schlichtes Bauwerk, z. T. aus Fachwerk.

JOACHIMSTEIN. K. Sachsen AH Zittau.

Fräuleinstift. Erb. 1722-28 auf Kosten J. S. v. Zieglers. [pg 199] Große prächtige Anlage. Gestrecktes Rck. mit Querflügeln in der Mitte und an den Enden; 3 Geschosse mit 17 Fensterachsen, Erdgeschoß als Sockelbau, die Obergeschosse in den Risaliten mit durchlaufenden Pilastern. Mittelgiebel und geschweiftes Mansardendach. Bedeutend behandeltes Vestibül und Treppenhaus, großer Saal durch beide Obergeschosse, im kreuzgewölbten Erdgeschoß Logier- und Wirtschaftsräume, im 1. Obergeschoß Gesellschaftszimmer, im 2. die Wohnzimmer der 12 Stiftsfräulein. Bildnisse der sächsischen Kurfürsten und aus der Familie v. Ziegler. — Der französische Garten wenig verändert. Reichliche Dekorationsplastik. 2 gesonderte Pavillons mit großem Gartensaal.

JOHANNESBERG. RB Cassel Kr. Hersfeld.

Ehem. Benedikt.-Propstei, gestiftet 1013. Von den Gebäuden nur das Bruderhaus erhalten, jetzt Schafstall, außer kleinen rom. Fenstern keine formierte Architektur. Für die K. erwiesen zufällige Grabungen kreuzf. Gr., auch wurden rom. Kapitelle gefunden (verschleudert).

JOHANNISBERG. RB Cassel Kr. Fulda.

Kirche der 812 gegr. Benedikt.-Propstei. Am WTurm, dessen bar. Dachwerk einen 8seit. rom. Steinhelm umschließt, schönes sprom. Portal mit Zickzackornament, das Sch. im 15. Jh. erneuert. Inneres barock. — Schloßbau, jetzt Domäne, 1769 umgebaut von Herwarthel aus Mainz (nach Entwurf von Welsch?). Fresko im Festsaal bez. 1732. Die großartigen Gartenanlagen z. T. erhalten.