Stadt-K. 1810. — Festung. Die Anfänge gehen bis ins 12. Jh. Regelrechte Fortifikation seit M. 16. Jh. Der Haupteingang nach den Plänen des Nürnbergers P. Buchner 1591. Die Christiansburg 1589-91 von Buchner und Irmisch. Johannissaal (»Neues Zeughaus«) 1631. Die Friedrichsburg 1721 erweitert; ihr reicher innerer Schmuck durch Brand 1744 zerstört. Das alte Zeughaus 1594, die alte Kaserne (»Gardehaus«) 1598, beide von Buchner. Aus A. 17. Jh. die Johann-Georgenburg, die Magdalenenburg und die Kommandantur, verändert nach Brand 1806. Bildnisse in großer Menge, u. a. J. R. v. Patkul und Chevalier de Saxe 1768 von A. Graff. Der 180 m tiefe Brunnen 1581, das Brunnenhaus 1735 von Joh. v. Bodt. Die Garnisons-K. hat im Chor noch Konstruktionen aus 13. Jh., vgl. Kämpfer; umgebaut 1515 und 1631. — Schönes Elfenbein-Kruzifix von Melchior Barthel um 1670.
KÖNIGSWALDE. K. Sachsen AH Zwickau.
Dorf-K. Normale rom. Anlage, Kunstformen nicht erhalten. — Spgot. Schnitzaltar.
KÖNIGSWARTHA. K. Sachsen AH Bautzen.
Dorf-K. 17. Jh. mit got. Resten. — Adlige Grabdenkmäler in großer Menge.
Schloß erb. für den Reichsgrafen v. Dallwitz † 1796. Nüchterne Lisenenarchitektur. — Bildnisse des wenig bekannten aber vortrefflichen Malers Hagelganß 1755.
CÖNNERN. Pr. Sachsen Saalkreis.
Stadt-K. 1498. 2sch. Halle mit fehlendem südl. Ssch. WTurm im Kern rom. — Spgot. Taufkessel.
CONRADSBURG. Pr. Sachsen Mansfelder Gebirgskreis.
Kloster-K. (Benediktiner). Erste Gründung vor 1133, jetziger Bau undatiert, nach seinen reichen Schmuckformen um 1200. Qsch. und Lhs. fehlen (waren sie etwa überhaupt nicht zur Ausführung gekommen?). Der Chor nach dem Hirsauer Schema; die Nebenchöre kommunizieren mit dem Hauptchor durch je eine Doppelarkade, von einem Blendbogen überstiegen. Die abgefasten 8eck. Pfll. von origineller Ausbildung: an den Fasen Rundstäbe, die oben in ein überfallendes Blatt zusammenlaufen. Die grätigen Kreuzgwbb. ruhen an der Wandseite auf [pg 224] Konsolen. Das Gwb. des Hauptchors eingestürzt; als Ruine abgebildet bei Puttrich; jetzt notdürftig eingedeckt. In der wohlerhaltenen Krypta sind die Pfeiler und Säulen Prachtstücke blühendster rom. Dekorationskunst; glatte Schafte wechseln regellos mit spiralisch kannelierten.