MARIASONDHEIM s. Arnstein.

MARIENBERG. K. Sachsen Amtshauptstadt.

Stadt-K. S. Marien. 1558-64, rest. nach Brand 1616; 3sch. Hallenkirche 25,6 : 43,3 m; der östl. Abschluß unregelmäßig 5seitig; an den Gwbb. spgot. Rippendurchsteckungen. — Am Altaraufbau von 1617 großes Gemälde des Hofmalers Kilian Fabritius, manieristisch gewandt.

Hospital-K. Flügelaltar aus der Schule Wolgemuts.

Rathaus 1533-39; der Plan aus Halle, von Joh. Hofmann, wohl einem Verwandten des Nickel Hofmann; das Portal in tüchtiger, etwas derber Renss. ohne got. Reminiszenzen; sonst hat das Gebäude durch Brände gelitten.

Haus Markt Nr. 338, fr. Renss. Portal 1530; ein anderes Zschopauer Straße Nr. 447 und Markt Nr. 104.

MARIENSTERN. K. Sachsen AH Kamenz.

Cisterc.-Nonnen-Klst. Gegr. 1248. Die K. zeigt keine Formen, die über E. 13. Jh. zurückgehen. Rck. Hallenbau von 7 Jochen, das südl. Ssch. unten zum Kreuzgang gezogen, oben als Empore, welche das Klst. mit dem 2 WJoche einnehmenden Nonnenchor verbindet. Ausnehmend schlanke 8eck. Pfll., [pg 260] ohne Kaptt., mit dem Gewölbefuß durch Konsölchen verbunden. Ähnlich schlicht der übrige Formencharakter, wenn auch vereinzelt etwas Schmuck auftritt, z. B. Laubkränze an den Schlußsteinen. Die Fenster 2pfostig und mit kleinlichem, dürrem Maßwerk. Die WFassade bar. übergangen.

Hochaltar 1751 von Franz Lauermann aus Prag; seine 4 Kolossalstatuen 1889 in den Kreuzgang verbannt und durch neue ersetzt. Ebenso wurde mit der Kanzel und den Nebenaltären verfahren. 2 spgot. Nebenaltäre, nicht übel, aber auch nicht hervorragend. An der OWand Glasgemälde ca. 1370-80. — Kreuzgang in der Ausführung der K. vorausgegangen, bald nach 1250. Sehr einfach. Große fensterartige Öffnungen. Die Gwbb. auf Konsolen. — Aus E. 17. Jh. das Haus der Äbtissin, 1731 der neue Konvent; geräumig, in der Behandlung anspruchslos. — Bar.Plastik: 12 Statuen auf der Brüstung des Kirchgangs, Mariensäule 1720, Dreifaltigkeitssäule 1723, Kruzifix und schmerzhafte Mutter 1725; vermutlich von Jäkel aus Prag. — Im Schatz ein interessanter überaus reicher rom. Speisekelch nach 1250 und 2 gotische. Kaselkreuz in Reliefstickerei um 1530. — Denkmäler: Bronzene Grabplatten für Bernhard v. Kamenz 1380 und Heinrich v. Kamenz, Bischof von Meißen † 1629, beide um 1629. Sandsteinerne Bildnisplatten für Äbtissinnen 1664, 1697, 1710.

MARIENTAL. K. Sachsen AH Zittau.