MEEDER. Sachsen-Coburg LA Coburg.
Dorf-K. Der turmtragende rom. Chor ist, wie öfter vorkommt, durch eine geräumige spgot. Erweiterung in die Mitte gerückt (vgl. aus der Nachbarschaft Groß-Wallbur); ungewöhnlich die reiche und gut erhaltene Ausbildung mit Lisenen, Gesimsen und Bogenfriesen; die große Stärke der nördl. und südl. Mauer läßt den Turm außen oblong erscheinen; auf das dritte rom. Geschoß folgt eines aus beschiefertem Fachwerk mit 2 Helmen von 1652. Das stattliche Lhs. 1723. — Reiches Sternberg-Rosenbergsches Wandgrab 1576. — Herrenhaus (jetzt Gasthaus) 17. Jh., Reste der alten, reichen Stuckdekoration.
MEERANE. K. Sachsen AH Glauchau.
Stadt-K. Wesentlich 1503 mit späteren Umbauten; rom. der zwischen Schiff und Chor stehende Turm. Reste eines großen Altarwerks von Jak. Müller in Altenburg 1506.
MEERHOLZ. RB Cassel Kr. Gelnhausen.
Isenburgisches Schloß, 1564 aus einem Prämonstr.-Nonnenklst. umgebaut; hat großenteils seinen alten Charakter verloren. Der SFlügel enthält die Pfarr-K., an den Fenstern entartetes Fischblasenmaßwerk. — Neben dem Gemeindehaus ein alter Wartturm.
MEINEWEH. Pr. Sachsen Kr. Weißenfels.
Verbaute spgot. Dorf-K. Prachtvolles vorzüglich gearbeitetes Alabasterepitaph des Günther v. Bünau † 1706.
MEININGEN. Hauptstadt von Sachsen-Meiningen.
Stadt-K. Sie wirkt nach der eingreifenden und willkürlichen Rest. 1884-89 fast wie ein Neubau. 1. Unter der jetzigen K. die Fundamente einer rom. Basilika. Von ihr ist über der Erde erhalten der nördl. Fassadenturm bis zur Firsthöhe des Kirchendaches; die rom. stilisierten Fenster erst von 1884 (vorher got. veränderte); die 8eckigen Obergeschosse und der runde Treppenturm von 1594. Der STurm 1884 ganz erneuert, das got. WPortal durch ein pseudorom. ersetzt. Rom. Zierstücke in der Bibliothek der K. Rom. Fußbodenfliesen im Museum. Rom. Türklopfer an der inneren WTür. 2. Aus got. Zeit (1443-55) erhalten der 5/8 Chor. Das Lhs. (vorher got.) ganz neu. — Von den Grabdenkmälern nur ein kleiner Teil wieder aufgestellt. Interessanter Wappenstein des Hans Volker 1425. Bildnissteine des Stadtschultheißen Lorenz Reps † 1563, des Hans Phil. Schenk zu Schweinsberg 1567, des Matth. v. Hönningen 1576, der Ottilie v. Hönningen 1574. Die späteren in Epitaphform. — Älteste Glocke M. 14. Jh.