Ehem. Cistercienser-Nonnen-Klst., M. 13. Jh.; Umbau 1361; sehr entstellt. Rom. Turm von älterer Pfarr-K. Im W Nonnenempore auf gewölbter 2sch. Halle. An der SSeite ein verstümmeltes hochgot. Portal; im Tympanon Relief des Jüngsten Gerichts. — Doppelgrabstein des Grafen Friedrich von Orlamünde † 1365 und seiner Gemahlin Elisabeth. Grabstein des herzogl. Kindes Johann † 1519. — Altarbild von Cranach d. J. Reste von frgot. Malerei in den Fensterleibungen.

OBERWIRBACH. Schwarzb.-Rudolst. LA Rudolstadt.

Dorf-K. rom., eingezogenes Chorquadrat mit Turm und 1/2 kr. Apsis.

OBERZELL b. Würzburg s. Zell.

OBHAUSEN S. PETRI. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Dorf-K. frgot. 2. H. 13. Jh. Das Schema unverändert das landesübliche rom. mit quadr. Turmchor, nur die spitzbg. Form der Fenster trägt dem neuen Stil Rechnung.

OBSCHITZ. Pr. Sachsen Kr. Weißenfels.

Dorf-K. Rom. OTurm mit 1/2 kr. Apsis.

OCHSENFURT. UFranken BAmtsstadt.

Pfarr-K. Von einem Bau aus 2. H. 13. Jh. (gew. 1288) hat sich der in der NOEcke stehende Turm erhalten, ein schlanker 6geschossiger Aufbau, in den mittleren Etagen mit frgot., in den obersten wieder mit rom. Einzelheiten. Die ganze übrige K. 2. H. 14. Jh. Gestreckter Chor mit 3/4 Schluß. Lhs. 7jochige Hallenkirche, das Msch. beträchtlich überhöht. Die niedrigen Strebepfll. könnten auf den Gedanken führen, daß ursp. eine Basilika beabsichtigt war und erst nachträglich Modifikation durch Überhöhung der Ssch. eintrat. Die 8eckigen Eckpfll. mit unverändertem Profil in die Scheidbgg. übergehend, Kreuzrippen auf Konsolen. Reiches geometrisches Maßwerk, vereinzelt mit ersten Ansätzen zur Fischblase. Steinerne WEmpore durch alle 3 Schiffe. — Ganze L. 47 m. — Der Hochaltar von 1612, der ähnlich dem in Frickenhausen war. 1892 durch neugot. Aufbau ersetzt; erhalten das große Kreuzigungsrelief. Die Seitenaltäre aus derselben Zeit, 1892 ebenfalls entfernt. — Zierliches, nicht sehr großes Sakramentstürmchen 1496. Außerdem Sakramentsnische E. 14. Jh. — Bronzenes Taufbecken mit reicher, nicht eigentlich lebendiger Gliederung; in vieler Hinsicht ähnlich dem von Hermann Vischer d. Ä. in Wittenberg von 1457 (der von Riemenschneider gefertigte Deckel nicht mehr vorhanden). — Chorgestühl E. 14. Jh. (Brüstungswände und oberer Abschluß neu). — Auf der Fenstersohlbank des nördl. Ssch. 3 Steinstatuen aus 2. H. 14. Jh. — Bmkw. Holzstatue einer schmerzhaften Muttergottes, geistreich in Bewegung und Gewandung, bei sehr verfehlten Proportionen, um 1520. Holzstatue des h. Nikolaus, Riemenschneider nahestehend.