BAUMERSRODE. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.
Dorf-K. Rom. OTurm mit gepaarten Fenstern. Schiff 1640.
BAUNACH. UFranken BA Ebern.
Pfarr-K. 1 sch. spgot. mit hohem Turm (W), charakteristisch der Helm mit vier Ecktürmchen.
Wallfahrts-K. (Sog. Überkomm-Kap.) Spgot. Anlage mit polyg. Chor und reicher Außengliederung. — Von der Einrichtung (bar. um 1680) erwähnenswert die spgot. [pg 44] Tumba des seel. Überkomm im Chor mit einh. Spitzbogenblenden. — Johannesschüssel, 2. H. 15. Jh., geschnitzt. — Verschiedene spgot. Holzfigg. um 1500; teilw.l Bamberger Stils. — Auf dem freien Platz um die Kapelle Predigtkanzel; spgot. um 1500.
Amtshaus. 2geschossige langgestreckte Anlage; spätbar., mit Treppenturm. A. 18. Jh. Innen guter Kachelofen der Zeit; vermutlich Bamberger Arbeit.
Rathaus. M. 18. Jh.
Hoftor in der Eberner Straße; die sog. »Hölzernen Männer«. Typische Toreinfahrt im Rundbogen, den zwei in Hochrelief geschnitzte Reisige in barocker Tracht stützen; das Ganze mit Pultdach gedeckt; bez. 1710.
BAUTZEN. K. Sachsen Amtshauptstadt.
Dom S. Peter. Älteste Pfarr-K. der Stadt. Von den Bauten der Meißener Bischöfe Eiko (992-1015) und Benap (1066 bis 1106) hat sich nichts erhalten. Lebhafte Bautätigkeit 1293 bis 1303 und dann wieder in 2. H. 15. Jh.; Vollendung 1497. Erhebliche Ausbesserungen nach Bränden 1634 und 1813. Im 16. Jh. wurde die K. in der Weise geteilt, daß das Lhs. den Protestanten eingeräumt wurde, der Chor den Katholiken verblieb. — a) Westbau. Ältester Teil das vorspringende Mittelstück. Ein starker Einzelturm war beabsichtigt, wurde aber nur bis zum Zickzackfries des Erdgeschosses ausgeführt. Spitzbg. Portal mit schlichtem Wimperg, am Gewände je 1 Sl. zwischen gekehlten Profilen, E. 13. Jh. Bald darauf Übergang zu 2türmigem Projekt. Ausgeführt der STurm, nach Brand 1441 erneuert; Krönung mit 2 Achteckgeschossen; der Bar. Helm in vortrefflichem Umriß 1664 von Martin Pötzsch. Die Mitte und der rechte Flügel der Fassade blieb unvollendet, ein Giebel mit bar. Zierat schließt sie ab. b) Langhaus. 3sch. Hallenkirche von 8 Jochen, Schluß 3seitig mit 5seitigem Umgang. Zwischen dem 3. und 4. Joch starke Knickung der Fluchtlinie nach S. Formencharakter des 15. Jh., wenn auch Teile der NWand älter sind. Schlanke kämpferlose 8 Eck-Pfll., Netzgwb. 1456-63 wurde nach S ein viertes Schiff angefügt; es ist durch große 6teilige, besonders prächtige Fenster ausgezeichnet. Das kolossale Satteldach ist allen 4 Schiffen gemeinsam; seine Firsthöhe 39 m, während die Gwb.Scheitel nur 16m haben. Ganze innere L. 60 m. Material in den älteren wie in den jüngeren Teilen Granit. — Ausstattung des protestantischen Teils. Landständische Empore unter der Orgel, nach 1636. Fürstenloge 1673. Altar 1644, 2geschossig mit je einem großen Reliefbild. [pg 45] Kanzel 1817. Orgel 1642, wiederholt umgebaut. — Ausstattung des katholischen Teils. Vieles in neuerer Zeit beseitigt, z.T. im Domstift untergebracht. Hochaltar bar. Säulenbau aus Marmor 1722 von Fossati. [Die Statuen zweier Kirchenväter von Permoser, zu seinen besten Arbeiten gehörend, jetzt im Domstift. Ebenda Gemälde von Pellegrini.] Am neuen Altar der NSeite lebensgroßes Kruzifix von Permoser. Chorgestühl A. 18. Jh., reich geschnitzt, im Aufbau unbedeutend. Reizvoller Rok.-Altar in der Sakristei. — Domschatz. Tragaltäre 1398 und 1450. Prachtvolles Pazifikale um 1530. Reliquiarium um 1500. Eine Reihe sehr schöner spgot. Kelche. Silberne Statuetten des hl. Petrus und Bartolomäus, hervorragend. Bischofsstäbe. — Bildnisgrabsteine des 16. und 17. Jh. in großer Zahl. Hölzerne Wandepitaphe.