Kapelle. Der Ausbau unter Bischof Julius 1614 hat den rom. Kern nicht erheblich verändert. Derselbe stammt aus der Zeit bald nach der Heiligsprechung der Kaiserin Kunigunde im Jahre 1200 und der davon ausgehenden Verbreitung des Kunigundenkultus in Franken. 1sch. Quaderbau mit eingezogenem Chor im OTurm, aus dem eine 1/2kr. Erkerapsis vorkragt. Die Krypta 1614 ausgebrochen und z. T. zugeschüttet. Schiff flachgedeckt. An den Längsseiten einfache rom. Portale und rom. Fenster. — Eine Tür im Chor (mit ornamentiertem Tympanon) führte zu einer Außenkanzel, wohl für Ausstellung von Reliquien. Dem Teilungspfosten einer gekuppelten Klangarkade ist karyatidenartig eine weibliche diademtragende Figur vorgelegt (Kunigunde). — Friedhofsmauer mit Torbau.
SANKT MICHELN. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.
Dorf-K. sprom. A. 13. Jh. Das Äußere fast unberührt; quadr. Chor, rck. WTurm.
SANKT WOLFGANG. RB Cassel Kr. Hanau.
Von dem 1468 gegr. Kloster wenig erhalten. Grundmauern einer 3sch. Kirche. Der noch vorhandene befestigte Torturm trug auch die Glocken.
SAYDA. K. Sachsen AH Freiberg.
Stadt-K. 1502, 4jochige Halle mit Netzgwb., Portal und reizvoller Vorhalle. — 3 Wandgräber der Familie v. Schönberg, besonders bmkw. das jüngste von 1605, die kunstvoll entworfene Architektur in der Art Nossenis, ungenügend die Bildnisfigg. — Taufstein mit figürl. Reliefs um 1500.
SCHAALA. Schwarzb.-Rudolst. LA Rudolstadt.
Dorf-K. Lhs. 1700. Der jetzt in der Mitte stehende Turm, Mauern 13. Jh., spgot. bekrönt mit doppelt abgestuften Zinnen und schlankem Helm von origineller Wirkung. Befestigter Friedhof. — Schnitzaltar aus der Saalfelder Schule um 1500 (»Meister der Baldachine«). Die Flügelgemälde nach Stichen von M. Schongauer (Erfurter Ausstellung 1903).
SCHACHTEBICH. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.