WERNECK. UFranken BA Schweinfurt.

Sommerschloß des Fürstbischofs Karl Friedrich von Schönborn, [pg 424] 1731 bis 1747 von B. Neumann. Mit den sich anschließenden Stallungen und Ökonomiegebäuden eine große, komplizierte Anlage; im Hauptbau 2 Säle und 100 Zimmer. Die glänzende innere Einrichtung 1806-14 durch Großherzog Ferdinand völlig verändert, jedoch in der Kapelle noch die Stuckdekoration aus der Erbauungszeit. Weitere Zerstörungen bei der Einrichtung als Irrenanstalt. Prachtvolle Gittertore von Oegg in der Art jener des Würzburger Schlosses. Der ausgedehnte Park anglisiert.

WERNSTEIN. OFranken BA Kulmbach.

Schloß. Über Buckelquaderfundamenten des 13. Jh. kleiner Renss.-Bau 1567. Befestigung mit reicher Tordekoration 1576, anscheinend von Caspar Vischer. Im Vorwerk großer Festsaal 1580-93, Porträtmedaillons und Ornament im Charakter der Plassenburg.

WESTENFELD. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. 1579, verändert 1731.

WESTHAUSEN. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. rom. Anlage mit OTurm, in spgot. Zeit gründlich umgebaut.

WETTER. RB Cassel Kr. Marburg.

K. des 1015 gegr. adligen Jungfrauenstifts. Baudaten fehlen. Möglicherweise etwas vor der Elisabethkirche in Marburg begonnen, ist sie doch wesentlich unter deren Einfluß ausgeführt, mit Neigung zu etwas altertümlicherer Prägung der Einzelformen. Gr. und System gleichen, bei bedeutend kleineren Abmessungen, ganz dem Marburger, mit dem Unterschied, daß die Kreuzarme nicht polygonal, sondern in gewöhnlicher Weise gerade schließen. Das Qsch. enthält also außer der quadr. Vierung je 2 rck. Gewölbefelder. Das Lhs. 5 Joche. Ganze innere L. 40 m. Von Marburg abweichende Züge sind sonst noch: die Schaftringe an den Diensten der OTeile; die schlichten runden Sockel; die fast zur Hälfte nach innen gezogenen Strebepfll.; die primitive Bildung des Maßwerks durch Ausschnitt aus Steinplatten; die Walmdächer auf den Kreuzflügeln (die jetzigen Dachgiebel eine willkürliche Zutat von G. G. Ungewitter). Das Hauptdach aus 15. Jh.; vorher über dem Msch. ein gesondertes Satteldach und quergestellte Dächer über jedem Joch der Sschiffe. Ursp. geplant wahrscheinlich 2 W-Türme. Jetzt ein einzelner großer von 1506. Die spgot. Bemalung des Innern von C. Schäfer beseitigt und nach vorgefundenen frgot. Resten erneuert; ob für das Ganze zutreffend, ist natürlich zweifelhaft. Auch am Äußeren des Chors Spuren eines gemalten Frieses. — Stifterdenkmal der Almudis und Dinkmudis. Schöner Celebrantenstuhl [pg 425] 1466. Taufstein frgot., 6 auf Löwen ruhende Säulen stützen das halbkugelige Becken. — Altar mit Retabelgemälde, 7 Passionsszenen, 13. (??) Jh. — Wandmalereien im Chor spgot.