K. einer um 1200 gestifteten Johanniter-Kommende. Frgot. 1260. Rck. mit Schluß aus 6Eck, im Sch. 4 oblonge Kreuzgwbb. An der NSeite großer 5geschossiger Turm ohne Tür, nur mit Leiter ersteigbar, also zu Verteidigungszwecken errichtet (rest. 1903).

Johanniterhaus. 1587, unbedeutend und verwahrlost.

WIESENFELD. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. 1768. Gutes Beispiel des ansehnlichen Eichsfelder Bar.-Typus (vgl. Geisleden, Rengelrode, Reinholtsroda, Volkerode, Wüstheuterode).

WIESENTHAU. OFranken BA Forchheim.

Dorf-K. spgot., stark rest. — Altäre 17.-18. Jh. Kanzel bar. mit spgot. Figg. Reich geschnitzter Beichtstuhl 18. Jh. Epitaphe der Familie v. Wiesenthau 1581, 1590, 1605.

Schloß, stattlicher Renss.-Bau mit Rundtürmen, Schneckenstiegen, Rittersaal. Im Bauernkriege zerstört, neu gebaut 1566.

WIESENTHEID. UFranken BA Gerolzhofen.

Pfarr-K. 1727-32 von Balth. Neumann; Bauführer der oft von Neumann verwendete und später im Kurfürstentum [pg 427] Trier selbständig auftretende J. G. Seiz. In ihr gibt der große Künstler seine Idee einer Landkirche, freilich mit ungewöhnlich reichlichen Mitteln, die ihm der vornehme Bauherr (Schönborn) zur Verfügung stellte, ausgeführt. Die Raumdisposition ganz einfach: hoher klarer Saalbau mit flacher Spiegeldecke, eingezogener Chor. Außen Verputzbau mit Sandsteingliederung. Mansarddach. Im Detail neben spezifischen Rokokoformen (Fenster) Elemente des dorischen Stils (Pilaster und Fries). Der Turm wächst hinter dem Fassadengiebel aus dem Dach; ein interessanter, indes kaum geglückt zu nennender Versuch. Die Innendekoration nachneumannisch; gemalte Scheinarchitektur an Wand und Decke, gut verbunden mit den prächtigen Stuckmarmoraltären. Auf dem Hochaltar bmkw. gut die Statue des h. Mauritius.

Kreuzigungsgruppe vor der K. 1766; groß, virtuos, enorm theatralisch.