Kirche 1683.
Schloß (v. Butlar). Der einzige ansehnliche Renss.Bau der Gegend, 17. Jh.
WILHELMSBAD bei Hanau RB Cassel.
Badanlage 1779, Brunnentempel, Logierhaus, Theater, Karussell; im Park künstliche Ruine, Insel mit Pyramide, Eremitage.
WILHELMSHAUSEN. RB Cassel Kr. Hofgeismar.
K. des ehem. Cisterc. Nonnen-Klst. Wahlshausen. Rom. 12. Jh. Flachgedeckte Basilika auf kreuzf. Gr., Apsiden am Chor und Qsch., im Lhs. 4 Arkaden mit Stützenwechsel. An den Sll. attische Basen mit Eckblättern, Würfelknäufe mit Pflanzenornament. Eine Tür am südl. Kreuzflügel umrahmt mit dem Profil der attischen Basis, im Tympanon Agnus Dei. (Nebenapsiden und Sschiffe jetzt zerstört.) 1892 rest. und vielfach verändert.
WILHELMSHAUSEN. Kr. Cassel-Land.
Ehem. Nonnen-Klst.-K. Im 13. Jh. Cisterc.-Nonnen. Die Bauformen der Kirche weisen auf 12. Jh. Im 30jährigen Kriege halb zerstört, 1891 rest. — Kleine kreuzf. Basilika (28 m l.). Der Gr. des Qsch. und Chors zeigt genau dieselben Abweichungen vom quadr. Schema wie Kaufungen. Hauptapsis alt. Im Lhs. 4 Arkaden mit Stützenwechsel. Wuchtige Sll. mit kurzem, stark verjüngtem Schaft, an den Flächen der Würfelkaptt. eingetiefte Palmette. WFassade turmlos. Rom. (?) Taufstein.
WILHELMSHÖHE bei Cassel.
Ein im 12. Jh. gegr. Nonnenklst. 1527 aufgehoben. Bescheidenes landgräfl. Schloß. Im 17. Jh. vergrößert. A. 18. Jh. unter Landgraf Karl Neubau (Entwurf von de la Fosse 1710) mit großartiger Parkanlage geplant. Nur die letztere wurde unter Karl wirklich begonnen, von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Den Schloßbau verwirklichte erst Wilhelm IX. (Abbruch des alten Schlosses Weißenstein 1786-90). Der erste Entwurf von Wailly 1785 wurde abgelehnt; desgl., wegen zu großer Ausdehnung, der unter dem Einfluß Palladios entstandene, künstlerisch sehr bedeutende Entwurf von H. Chr. Jussow 1786. Den Auftrag erhielt Salomon Louis Du Ry (aus der in Cassel, s. dort, in mehreren Generationen tätigen Hugenottenfamilie). Die vorgeschlagenen Lösungen sehr verschiedenartig, übereinstimmend jedoch in der Stilfrage. Der in seiner Jugend bei Blondel in Paris gebildete Künstler hatte sich unumwunden dem Klassizismus englischer Färbung zugekehrt. Der Bau des nördl. Flügels begann 1788, der Mittelbau 1792, die Innenarbeiten 1803 vollendet. — Die Anlage modifiziert mit interessanter Wirkung, zumal in Anpassung an das bewegte Gelände und die ansteigenden Baummassen des Parkes, den traditionellen Hufeisengrundriß in der Weise, daß dessen 3 Flügel in 3 selbständige Gebäude aufgelöst, dann aber durch segmentförmige Zwischenbauten wieder verbunden werden, und zwar so, daß die Achsen der Nebengebäude zu dem Hauptgebäude in stumpfem Winkel anlaufen.