Spital-K. spgot. 1sch. Doppelflügeliger Schnitzaltar.

An Bürgerhäusern einige Renss.Portale. Stadtmauern und 2 Türme.

DERMBACH. Sachsen-Weimar Bezirksstadt.

Kathol. Pfarrk. Reicher Barockbau 1732-36, verwandt den Kirchen in Bremen und Schleid. 1sch. mit 3 weiteren Kreuzgewölben über reicher Wandarchitektur. In der 1/2kr. Chornische der imposante Hochaltar mit korinth. Sll. aus farbigem Stuckmarmor und 4 sehr großen geschnitzten Figg. Kanzel und Schalldeckel in Stuckmarmor. Gestühl und 4 Beichtstühle gut geschnitzt, Eichenholz. Wappentafel des Abts v. Dalberg. — Daneben das 1730 erbaute Franziskaner-Kloster.

Evangel. Pfarrk. Sch. 1714. Turm aus sp. Ma. Kirche 3sch. mit Tonnengewölbe aus Holz. 2 Emporen übereinander auf Rundsäulen. 2 gute reiche Barockportale. Holzrelief des Abendmahls um 1475, nach der Tradition aus der Kirche von Hartschwinde bei Dermbach stammend. Bar. Epitaph.

Schloß der Fürstäbte von Fulda 1707, Wappentafel v. Schleifras. — Gasthaus, Fachwerkbau 1613.

DETTELBACH. UFranken BA Kitzingen.

Pfarr-K. Oft veränderter Mischbau. Die spgot. Hälfte könnte als Hallenkirche geplant gewesen sein; jetzt 1sch. mit umlaufenden Kapellen, Schluß in 4 (sic) polyg. Seiten. 1770 ein ebenfalls polyg. schließender WBau angefügt. — Reichliches Altargerät um und nach 1700, durchweg augsburgisch.

Wallfahrts-K., verbunden mit Franzisk.-Klst. 1610-1614. Ein Hauptbeispiel des sog. Juliusstils, d.i. eines Kompromisses von SpGotik und FrBarock. Erhalten blieb aus A. 16. Jh. der graziöse spgot. Chor. Das Gwb. in kunstvollen »gewundenen Reihungen«, an den Schlußsteinen die Wappen der Fürstbischöfe Lorenz v. Bibra (1493-1519) und Konrad v. Thüngen (1519-40). — Der Juliusbau nach neuem Plan und in größerem Maßstab (aus den Akten geht nicht hervor, welchem der mehreren Werkmeister der Entwurf zukommt). Qsch. 32 m l., 10,5 m br.; Lhs. 1sch. 20 m. l., 11,5 m br. Der Raumeindruck dem eines Zentralbaues sich nähernd, in seiner bequemen Weite renss.-mäßig. Decke Tonnengwb. mit got. gewundenen Reihungen auf Renss.Pilastern. Die Mönchsempore im nördl. Qsch. 1659 eingebaut. — Äußeres: Verputzbau mit Quaderecken. Die Formen got. in den spitzbg. Fenstern mit Fischblasenmaßwerk und den [pg 73] abgetreppten Strebepfeilern, renss. in den Gesimsen und dem schweren Giebelschmuck. Die WFront gibt eine große glatte Fläche als Folie für einen der prunkvollsten Portalbaue. Dieser in frbar. Formcharakter, von Mich. Kern 1611-13. Um die nicht große rundbg. Türöffnung eine kolossale Rahmenarchitektur, die in ihren Motiven sich den Altarbauten dieser Zeit eng anschließt; ebenso in der Anordnung des überreichen plastischen Figurenwerks. — Innenausstattung. Aus der Juliuszeit nur die überaus prunkvolle Kanzel (Sandstein und Alabaster) erhalten, 1626 von M. Kern; gegenständliches Motiv die Wurzel Jesse; in der dekorativen Empfindung noch viel Spätgotisches. Im Zentrum großer Gnadenaltar in Stuckmarmor, von Augustin Bossi 1779; das Gnadenbild (Pietasgruppe) um 1500. — Im Kirchenschatz hervorragendstes Stück Monstranz von Joh. Zeckel (Augsbg), um 1700.

Klostergebäude 1616-20, 4flügelige Anlage in einfachster