»Was wolltest du von mir, du, du – –?«

»Ich?« Da zuckte Occa schon wieder beruhigt die Achseln. »Was hätte ich mit dir zu schaffen?« gab sie aufreizend zurück. »Begib dich sittsam von hinnen, oder bei meiner von dir mißachteten Ehre, ich werde den Burgsassen deine Schwäche zeigen.«

Toll gemacht, führte der Störtebecker noch einen dröhnenden Hieb gegen das Eisen, aber da sich nichts als ein Summen vernehmen ließ, so versuchte es der Frauenfänger noch einmal mit List.

»Reiche mir nur ein wenig deine Hand,« schmeichelte er.

Doch auch diese Bitte fruchtete nichts, denn Occa schüttelte, ohne sich von der Stelle zu rühren, ihr schmales Haupt.

»Du Geck,« sprach sie mitleidslos, »meinst du wirklich, eine Fürstentochter beuge sich vor solchem Bettlerkönig?«

»Was sagst du?« taumelte der Schuimer erblaßt zurück, und jetzt bückte er sich und versuchte, Schaum vor den Lippen, die nahe Vergeltung bereits vor den glühenden Augen, das ganze Gestell aus den Angeln zu heben.

Ein langes rostiges Ächzen wurde hörbar. Allein die Broketochter sprach ohne Zögern weiter:

»Ja, wenn du noch ein Meerfürst wärest, wie ehemals – – «

»Was dann?« rang der Einbrecher nach Luft.