»Dann sitz nieder,« lud er den Brütenden ein, »und sei mein Gast.«
Der Ire murmelte etwas, was aber kaum einem Dank glich, und nachdem er sich auf einen Schemel hatte fallen lassen, verschlang er gierig das Fleischstück.
»Wie kommst du zu dem Bissen?« fragte er kauend und mit niedergeschlagenen Augen.
»Hab' es eingetauscht,« schmunzelte der Hebräer, am Herd hantierend. »Gegen Eier von meinem Hühnervolk.«
»Und wie kamst du zu den vielen Hühnern?« drängte Patrick weiter, indem er ein Beben überwand.
Der Jude strich befriedigt den grauen Sprenkelbart, sein sichtbares Gedeihen ließ ihn die sonst geübte Zurückhaltung vergessen.
»Hab' sie gleichfalls eingehandelt von der Brokeburg gegen Anis und Leinsamen aus meinem Würzgärtlein. Man kennt hierzuland die Kräuterzucht nur übel. – Aber nun iß, Freund,« setzte er hinzu, als er die Augen seines Genossen grünglimmend auf sich gerichtet fühlte. Unwillkürlich ergriff er einen Holzspan und schürte ihn auf dem Herde, damit es heller würde.
Gequält sah sich der Ire um, er rückte hin und her, als ob er am liebsten von dannen stürzen möchte.
»Was ist dir?« erkundigte sich Isaak aufmerksam werdend.
In diesem Augenblick drang erst ein Schnaufen und dann ein markiges Brüllen aus dem nahen Stall herüber. Die Wände der Hütte zitterten davon. Da wurde Patrick O'Shallo noch bleicher als bisher.