Immer näher.

Da erhebt sich das Rohe, Gewaltsame in dem Bauern. Er springt vor, seine gutmütigen Augen drohen, ein mächtiger Faustschlag trifft das Pferd vor die Stirn, daß es hoch in die Höhe steigt. Der Schlitten wird umgeschleudert und das Mädchen schlägt hart in den Schnee, wo es mit weitaufgerissenen Augen liegen bleibt, als hätte sie der Blitz getroffen.

»Wilms,« murmelt sie betäubt.

Er hob sie auf, und noch halb über sie gebeugt, gurgelte er heiser vor Aufregung: »Hedwig, dir is doch nichts? Sag’ doch, Heting, dir is doch nichts?«

Er wußte gar nicht, was er getan hatte.

»Nein, nein – Wilms, ich will nach Hause.«

»Ja, wir wollen nach Hause, Heting,« brachte er bestürzt heraus, »komm’, ich heb’ dich in den Schlitten.« Und während er das Mädchen in das wieder aufgerichtete Gefährt niederließ, befühlte und betastete er sie ängstlich, ob sie auch keinen Schaden genommen hätte.

»Heting, sag’ mir bloß, wo bist du denn gewesen?«

Allein sie saß wie erstarrt.

»Frag’ mich jetzt nicht – ich will nach Haus.«