Seltsam, – neidisch fast schien die Frage.
»Ja, ich bin ein wenig eingenickt,« gab der Gatte zu. Und wieder konnte man leise Entschuldigung aus den Worten hören. »Ich sitz’ ja nun auch bald die vierte Nacht so,« murmelte er halb für sich.
Aus der Ecke nur tönte das schwere Tick-tack einer unförmlichen Kastenuhr, und zuweilen knirschte der Sand unter dem Stiefel des Mannes.
Die Leidende seufzte und schien die rechte Lage nicht finden zu können. Endlich streckte sie sich und blickte in das trostlose Grau des Regentages hinaus.
Welche Traurigkeit dort draußen und hier drinnen.
Gegen die Fenster stäubte der Regen, Hagelkörner schlugen scharf gegen die Scheiben, und über die Wangen der Liegenden floß eine Träne.
»Lösch’ die Lampe aus, Wilms,« bat sie, »meine Augen – es tut mir weh.«
Er schraubte das Licht herunter, sofort sah es in der Stube noch fahler aus.
»Armes Weib,« murmelte er, »armes Weib.« Er strich über ihre Haare und richtete sich langsam auf. Dann schritt er zur Tür. – Aber er sollte nicht hinausgelangen.