»So gut wie du tanzt doch keiner, Bruno.«

»Aber du auch — du auch, Line.«

»Ja, das hab' ich gelernt,« flüsterte sie stolz, während sie ihn leise in den Arm kniff.

Doch ehe er noch antworten konnte, kam das, was ihn zur Besinnung brachte, vor dem er floh, als hätte er ein Verbrechen begangen.

Wie eine Erscheinung, unvorhergesehen, stand es da.

Leise, aber entsetzt schrie Line auf.

Was war das für eine breite, nasse Hand, die sich auf ihren Arm legte? — Weshalb stürzte plötzlich ihr Tänzer fort, als ob er sich verfolgt wähne?

Wer war das eigentlich, der sie festhielt und mit ihr sprach?

Erst mußte sie sich die Haare aus der Stirn streichen, eh sie ihn erkannte. Dann blickte sie sich wirr im Saale um. Ihr Herz begann krampfhaft zu pochen, eine schneidende, überwältigende Angst durchfuhr sie.

Wie kam sie denn hierher? — All die fremden Leute? Die Fischerweiber, die mit Fingern auf sie zeigten, und die Studenten, die so vertraut mit ihr taten?