Bis in den späten Nachmittag saß er nun im halbdunklen Gastzimmer bei Kroll, wo nur eine einzige Gasflamme auf die braunen Eichentische herableuchtete, blies den Rauch einer feinen Importe von sich und sah gespannt zu, wie mehrere Gutsbesitzer aus der Umgebung ein kleines Spielchen machten.

Einer von ihnen, ein hochgewachsener, blonder Hüne, den die andern Rittmeister titulierten, dieser war sein Mann. Auf dessen Karte setzte er heimlich, und als der Rittmeister nach einigen Verlusten endlich ein paar blaue Scheine in die Westentasche stecken konnte, da begannen die Augen des Prokuristen zu glänzen, und er atmete tief und befreit auf.

Ah, natürlich — natürlich — die Ängstlichen erjagen's eben nicht.

Zwischen den Bildern der beiden Kaiser schlug die kleine Uhr sieben.

Wenn er nun noch zu Fräulein Dewitz hinaufwollte, so war es die höchste Zeit. Um acht — das wußte er — speiste die alte Dame, und mit Einladungen ging sie sparsam um.

Also eilen!

Das ganze war ja doch nur ein Spaß, ein unschuldiger Zeitvertreib, und da Fräulein Dewitz ja stets anwesend blieb, eigentlich doch auch ein entsagungsvolles Vergnügen.

Also ohne Bedenken.

Nachdem er dem Kellner ein reichliches Trinkgeld geschenkt, wandte er sich in der Tür noch einmal zurück. Er sah, wie sein Rittmeister wiederum einen neuen Blauen zwischen den Fingern knitterte.