Allmählich erstarb das Raunen, Ruhe trat ein; es waren zwei schreckensbleiche Gesichter, die sich jetzt in der Dunkelheit ratlos anstarrten.
Aber dann — sie hatte sich nicht geirrt. Erschüttert, wie er war, fiel er vor ihr nieder, umklammerte sie in der Dunkelheit, und unter hervorbrechenden Tränen, zerschmettert in seiner nachgiebigen Natur, küßte er ihre Füße, ihre Hände, und zwischen tausend Schwüren und Bitten suchte er ihr ihre Angst auszureden, während sein eigenes Herz zitterte.
Zukunftsbilder, rosig, leuchtend, bestrahlt von seiner augenblicklichen Erregung, kamen ihm wieder wie von selbst in den Mund; aber sie ließ sich nicht mehr irre machen: »Also acht Tage noch,« drängte sie »dann kommst du zu Fräulein Dewitz?«
»Gewiß — gewiß — wie kannst du nur fragen?«
»Und auch zu den Unseren nach Moorluke.«
Auch das beteuerte er, und tief aufatmend, erleichtert, bot sie ihm den Mund.
»Weißt du,« sagte sie, wie zu sich selbst, »ich glaube, wenn du schlecht gewesen wärst, ich hätt' mit einem Messer nach dir gestochen.«
»Line,« stammelte er.
»Nein, nein.«