»Klara, Klara, es darf nich — das kleine Kind — und ich — und, und — warum soll ich es vor dir verschweigen? — mir is, als ob du und ich und die ganze Welt mit ihr zusammen sterben müßten.«
»Das weiß ich, Hann, das weiß ich.«
Mit Hast wird nun allerlei durcheinander gefragt. Nach dem Doktor, nach Rezepten, und dann eilen der Mann und das Mädchen durch den Schnee von dannen, beide Hand in Hand, ohne daß sie es fühlen.
»Klara, sie is gut — du mußt mir glauben, sie is gut,« stammelt er im Laufen.
»Und du auch, Hann — du auch. — Gott wird helfen.«
»Ja, wenn er sie sieht, wie sie daliegt, dann hilft er ganz gewiß, es geht nich anders.«
— — — — — — — — — — — — — — — —
Dicht bei Neuyork, am Strande von Long Island, sitzt an demselben Abend der Buchhalter der Bootsbaufirma Richards & Co. auf seinem Kontorsessel und sieht durch die grünen Sprossen eines Weingeländers auf den Ozean und die hinabtauchende Sonne.
Blauer und blauer wird's, an dem Spalier rüttelt der Wind; und der junge Beamte klammert sich mit seinen Blicken an einen fernen, fernen Dampfer an, der winzig, wie eine Schwalbe, über das Meer enteilt. Dann ist er zwischen Schaum und Duft zerflossen.
Versonnen schüttelt der Einsame das Haupt und will eben seine Papiere zusammenraffen, da tritt ein Schiffszimmermann in den Verschlag, der mit zufriedenem Stolz seine Löhnung fordert, um dann seine Tatze abschiednehmend durch das Geländer zu recken.