»Siehst du,« bemerkte der Stiefvater, indem er noch näher an den sitzenden Jungen herantrat, wobei er mit gespreizten Beinen das Schwanken des Schiffleins zu verhindern suchte. »Das ist das Unglück bei uns Schiffern und Fischern. — Keiner kann. — Mein Vater is auf solche Weise vertrunken, und mein Großvater is auch vertrunken. Deshalb will ich dich jetzt die Kunst zeigen. Du willst ihr doch lernen?«

»Woll,« stotterte Hann mit Beben.

»Gut, dann komm zu mich — aberst vorsichtig.«

Hann kroch dicht neben den Stehenden hin. Der besah ihn sich schmunzelnd.

Jetzt folgte ja eigentlich ein großer Spaß. Und dann war's ja auch eine Wohltat.

»Fürchtest du dich?« fragte er noch einmal.

Der Knabe schüttelte mit zugeschnürter Kehle den Kopf. Sprechen konnte er nicht mehr.

»Na, dann pass' auf! — So wird's gemacht.« Ein rascher Griff — die Habichtskrallen hakten sich wieder, wie am Vormittag, in den Rockkragen des Jungen ein — dann hob er ihn hoch in die Höhe und ließ ihn zuvörderst ein wenig herumwirbeln.

»Du fürchtest dich doch nicht?« meinte er noch einmal ehrlich. —»Na, dann schwimm.«

Er ließ ihn los.