»I, ich wollte dir bloß zeigen, daß ich auch manches kann, was du nicht weißt.«

Sie weidete sich einen Moment an dem Knienden und zeigte ihre weißen Zähne.

Plötzlich schrie sie auf.

Der Sekundaner war auf die Füße geschnellt und preßte mit einem festen Griff ihre Hände in den seinen.

»So,« forderte er atemholend, »nun bitt' ab.«

»Nein,« widersprach Line.

»Kleine, sei artig,« ermahnte der Lehrling. »Solche Wildheit muß dir abgewöhnt werden. Immer friedlich, Wurm.«

Allein sie sträubte sich, und er gab sie nicht frei. Bei dem Winden und Drehen stieg ihr das Blut in die Wangen, der geschmeidige Körper bog sich wie eine schlanke Gerte. Eine kurze Zeit, dann verließ sie die Kraft, und allmählich drängten sich ihr ein paar große Tropfen in die Augen.

»Tu ich dir weh?« forschte Bruno gespannt.

Line verbiß den Schmerz.