kommt in den Sessel zurück.
Da Sie ja so etwas wie die Weltordnung umstürzen wollen, muß ich meine Weltordnung vor Ihnen aufzubauen suchen. Kennen Sie meine Anfänge?
DER HERR IN GRAU
Aus eigener Kraft!
MILLIARDÄR
Aus eigener Schwäche!
DER HERR IN GRAU
sieht ihn verdutzt an.
MILLIARDÄR
Oder sagen wir: Furcht — Angst. Schwäche und Furcht bedingen sich ja. Aber Sie werden es mit zwei, drei Worten nicht verstehen können. Mein Werdegang — so sagt man ja wohl — ist bereits in die Schulbücher übergegangen. Ich wiederhole also nur eine bekannte Erzählung. Ich gebe dieselben Daten — nur sind meine Deutungen anderer Natur. Mein Vater war Arbeiter in demselben Werk, das mir jetzt gehört. Ob er einen Kessel geheizt hat oder Lastträger war, weiß ich nicht. Viel Geld hat er wohl nicht verdient, denn wir existierten erbärmlich. An einem Montag — am Lohntag — kam er nicht nachhause. Er war gekündigt, weil er verbraucht war — und hatte sich mit dem letzten Geld auf den Weg gemacht. Uns hätte er ja nicht mehr ernähren können. An diesem Abend nahm sich meine Mutter das Leben. Ich hörte irgendwo im Hause einen Schrei — ich lief nicht hin — ich wußte alles — ich war acht Jahre alt. In dieser Minute pflanzte sich mir das Entsetzen ein. Es stand vor mir wie eine graue Wand, über die ich hinweg mußte, um vor dem Furchtbaren zu fliehen. Das Furchtbare, das aus dem Ausbleiben des Vaters mit der Löhnung und dem Schrei der Mutter zusammenfloß, das brachte mich auf den Weg — das trieb mich zur Flucht. Es stand hinter mir, wenn ich arbeitete — ich fand Arbeit beim Werk! — Es ließ mich keine Sekunde los — ich floh und floh — — — — und fliehe, weil es heute noch irgendwo hinter mir dasteht!