Der üble Ruf der Mainzer (vgl. Maſsmann, Eraclius, 431) geht durch das ganze Mittelalter. Schon Fredegar (cap. 87) sagt vom Zuge Sigebert’s III. nach Thüringen i. J. 640, wo er von Rudolf geschlagen wurde: Magaezenses in hoc proelio non fuerunt fideles. Alle Verräther des karolingischen Sagenkreises (Genelun, Duolo, Reimund u. a.) sind von Mainz gebürtig, nicht minder Pilatus. Daſs die Brücke bei Mainz im Rhein versunken sei, das sei, sagt die Kaiserchronik im Eingange, gekommen „von der Sünde

daz die megenzaere

nie neheinen ir hêrren

mit ganzen triuwen wonten mite:

noch halten si den alten site.“

Nach Crusius schwäb. Chronik (von Moser; Frankf. 1733, fol. I, S. 601, b) gab um 1156 der mainzische Erzbischof Arnold denen, welche ihn vor einem baldigen Aufruhre seiner Bürger warnten, zur Antwort: „Die Mayntzischen Hunde sind nur gewohnt zu bellen aber nicht zu beiſsen“, und Hutten sagt 1519 im Vadiscus (ed. Münch I, 167): „Es ist ein alt Sprichwort: Maintz von anbeginne schalckhafftig“.

Vergl. auch Wartburgkrieg, Nîthart, Ottocar etc. Imm. Weberi Spec. prov. hist. (Paroem. I., Moguntia ab antiquo nequam: Mayntz ist ein Schalck voll alter List, S. 1–11) Gissae, 1716. 4.; Pistorius a. a. O., VI, 434; Guden, Codex diplom. I, 117; Leibnitz, Script. rer. Brunsvic. II, 1137; Hessische Denkwürdigk. II, 393; Rhein. Antiqu. (1739. 8), 395.

21. Nobilis quidam Germanus interrogatus: Ecquando Germani pacem sint habituri perpetuam? egregiè respondit: Wan alle Vhren im Römischen Reich Zugleich eins schlagen werden. I, 308.

22. Militum solenne carmen est: Vnfried in aller Welt: so gelten die Soldaten das meiste Gelt. I, 312.

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