De Friesche Kerk te Rome, door Dr. J. H. Halbertsma. — Mededeeling omtrent den oorsprong en de beteekenis van de benaming het Moordjaar, voor het 63e levensjaar, door Mr. W. W. Buma. — De Statuten en Privilegien van het Schuttersgild te Franeker; door Mr. J. Telting. — Hoe een Fries, in het jaar 1564, om de hand van Koningin Elisabeth van Engeland vrijt, door Mr. J. Dirks. — Noch iets over de Grafzerk te Rinsumageest van 1341, door Dr. L. J. F. Janssen.
Nachrichten.
Literatur.
Neu erschienene Werke.
15) Die mittelalterlichen Kunstdenkmale der Stadt Krakau von A. Essenwein. Nürnberg, 1866. Im Selbstverlage des Verfassers, gr. 4. 186 u. XLIII Stn. Mit 80 Tafeln Abbildungen und vielen in den Text gedruckten Holzschnitten. Längst war es bekannt, daſs die alte polnische Königsstadt Krakau reiche und wesentliche Ergänzungen für die deutsche historische Kunst in sich berge. Die Entlegenheit des Ortes, sowie die geringe Kenntniſs der dort herrschenden Sprache bei uns, welche einerseits dem Forscher selten gestatten, die Denkmäler selbst in Augenschein zu nehmen, andrerseits, sie aus den zahlreichen Veröffentlichungen der einheimischen Gelehrten näher kennen zu lernen, verhinderten, daſs die Kunstgeschichte Krakau’s mehr als bruchstückweise bei uns bekannt wurde. Das Einzelne, was darüber zu uns gelangte, war aber stets geeignet, unser Interesse in hohem Grade wach zu rufen und das Bedürfniſs einer zusammenhängenden Kenntniſs zu verstärken. Durch wiederholten Aufenthalt in der Stadt unterstützt, gab der Verfasser bereits früher im „Organ für christliche Kunst“, in der „Gewerbehalle“ und der französischen Zeitschrift „L’Illustration“ eingehendere Mittheilungen; im vorliegenden Werke erhalten wir aber ein so umfassendes und abgerundetes Bild des Ganzen, daſs die groſse Bedeutung dieses vorgeschobenen Postens für die Kunstgeschichte, so weit sie in der That diese und nicht blos lokales Interesse betrifft, als erschöpft und für uns vollständig gewonnen betrachtet werden kann. — In der Einleitung wird zunächst das Verhältniſs des Buches zu den bisherigen, vorzugsweise den heimischen Bearbeitungen desselben Stoffes, namentlich dem rein geschichtlichen oder einseitig patriotischen Standpunkte gegenüber, die streng wissenschaftliche Behandlung und der allgemein kunstgeschichtliche Gesichtspunkt festgestellt, sowie eine kurze Uebersicht und Würdigung der vorzugsweise benützten Literatur gegeben. Ein gemessener Abriſs der Geschichte Krakaus sondiert den Boden vor Allem in Bezug auf Entwicklung kulturgeschichtlicher Verhältnisse und die Bedingungen, welche eine Entfaltung der Kunst begleiten muſsten. Eine vom Plan der Stadt und Wiedergabe mehrerer älterer Abbildungen unterstützte Darstellung der allgemeinen Ansicht Krakau’s in früherer Zeit, sowie der Anlage und Befestigung der Stadt, des Schloſsberges Wawel und der Vorstadt Casimir bildet den Uebergang zum speciell kunsthistorischen Theil, in welchem die Besprechung der Kirchen und unter diesen wieder die des alten Krönungsdomes auf der Burg den ersten Platz einnimmt. Die Domkirche, das Nationalheiligthum Polens und bezeichnend vom Verfasser das Spiegelbild des polnischen Königthums und seiner Geschichte genannt, reicht im Unterbau noch seines heutigen Bestandes bis in den Ausgang des elften oder den Anfang des zwölften Jahrhunderts zurück, zeigt aber in seiner Hauptmasse die Formen des entwickelten gothischen Stiles, die freilich durch zahlreiche spätere Zuthaten und den Thurmaufsatz aus der Renaissance- und selbst Zopfzeit für den Gesammteindruck sehr alteriert werden. Die ausgesprochene Anlage einer Krönungskirche jedoch, sowie die zahlreichen, in der inneren Ausstattung enthaltenen Kunstdenkmälmr ersetzen für das Interesse des Forschers, was dem Bauwerke an einheitlichem Stile abgeht; eine gründliche Erörterung seiner Einzelheiten entschädigt in der Beschreibung für den Abbruch des Eindruckes, den die Wirklichkeit vorzugsweise durch die Ungunst geschichtlicher Ereignisse erlitten hat. Die nach Verhältniſs mehr oder weniger eingehende Besprechung von 64 anderen Kirchen nebst der alten Synagoge auf dem Casimir gewährt einen Gesammteindruck, welcher der historischen Bedeutung der Stadt vollkommen entsprechend ist und dem in einer eigenen Abtheilung des Werkes, einer allgemeinen Uebersicht des Charakters der Kirchenbaukunst Krakau’s, die wissenschaftliche Seite abgewonnen wird. Die bürgerliche Baukunst und an der Spitze derselben der königliche Palast auf der Burg, die Rathhäuser der Stadt und selbständigen Vorstädte, die Universität und viele andere Bauten, selbst Straſsen, Wege, Brücken, Wasserleitungen und Brunnen nicht ausgenommen, bilden eine entsprechende Parallele. Der fünfte Haupttheil des Werkes, die Kleinkünste, wie Goldschmiedearbeiten, Paramente, Handschriften u. s. w. betreffend, hat trotz der mannigfaltigen Verheerungen, welche über die Stadt und ihre groſsen wie kleineren Denkmale ergangen sind, doch noch ein reiches Material zu behandeln, dessen allseitige Erörterung wiederum des Belehrenden viel bietet. Eine Reihenfolge von 21, gröſstentheils urkundlichen Beilagen gewährt manchen Beitrag, der zur Aufklärung älterer Kunst- und Kulturzustände überhaupt, namentlich auch in Bezug auf Deutschland von groſsem Belang ist. Dahin gehört vornehmlich ein Verzeichniſs der ältesten Buchdrucker und Verleger Krakau’s, die Statute der Maurer, Goldschmiede, Maler und ihrer Zunftverwandten, das Ceremoniale der Königskrönung u. a.
Besonders hervorgehoben zu werden verdienen die Abbildungen, welche auch ohne die zahlreichen, in den Text eingestreuten Holzschnitte mehr als ein Drittheil im Umfange des ganzen Werkes einnehmen. Groſsentheils von der kundigen Hand des Verfassers selbst gezeichnet, sind sie, dem jedesmal dargestellten Gegenstand angepaſst, in Stahlstich oder Steindruck, und zwar letzterer in Ueberdruck, Kreidemanier oder Gravierung ausgeführt. In umfangreicheren Holzschnitten gegeben sind die malerischen Ansichten des Domes und der Marienkirche auf dem Ringe; ebenso ausgeführt mannigfache architektonische und ornamentale Einzelnheiten, namentlich die unter der Rubrik der Kleinkünste zur Abbildung gebrachten Gegenstände: mehrere reichverzierte Kelche, Reliquienbehälter u. dgl. Die Tafeln geben vorzugsweise Grund- und Aufrisse, Construktionen und Details der technischen Anlagen, aber auch die erwähnten älteren wie neueren Prospekte, unter denen eine Reihe nebeneinander gestellter, mannigfaltig construierter Mauerthürme ein besonderes Interesse gewährt. Auch plastische Denkmäler sind in dieser Abtheilnng vorgeführt; eine wahre Musterarbeit ist die wiedergegebene Mittelgruppe des Hochaltares der Marienkirche von Veit Stoſs. Durch alle Mannigfaltigkeit der zur Besprechung gebrachten Gegenstände und die Vielseitigkeit ihrer Behandlung zieht sich ungeschwächt der Eindruck, daſs wir uns auf heimischem Gebiete der Forschung befinden und in den Denkmalen Krakau’s in der That auch ein bedeutendes Stück deutscher Kunst betrachten. In überraschender Weise wird uns vor Augen geführt, mit welcher Intensivität schon im Mittelalter das germanische Element jene slavischen Grenzbezirke durchdrungen hatte, und indem wir sehen, welche Eroberungen in durchaus friedlicher Weise auf dem Gebiete der Kultur längst gemacht waren, bevor die politische Geschichte nachfolgte, wird über das erschreckende Bild, das diese in ihrem Vorgehen zur Ausführung gebracht, wenigstens ein Hauch der Versöhnung verbreitet.
Aufsätze in Zeitschriften.
Das Ausland: Nr. 27. Alter und Erfinder der Feuerspritzen.
Oberlausitzer Dorfzeitung: Nr. 19–21. Beiträge zur Geschichte der Weberei in der südlichen Oberlausitz. (G. Korschelt.)
Erheiterungen am häusl. Herd: 6. Heft, S. 235. Das wilde Heer oder Nachtgejaid.