- Ein Convolut Altenburgica
- von verschiedenen Händen im 17. Jahrhundert geschrieben.
- Georgen von Heringen
- Seeligen
- Reisebüchlein
- als er mit dem wolgebornnen vnndt edlen graffen vnnd herrn, herrn Johanns Ludwig zu Gleichen Ihr gnaden in die Türkey getzogen. Anno Exuborantis Christi 1588.
- Papierhandschrift von 166 Bl. 4.
Inserate und Bekanntmachungen.
24)
Des Wilhelm von Boldensele Pilgerfahrt in das gelobte Land.[A]
In der ersten Nummer dieses Jahrganges gibt Sp. 22 f. der Archivar P. Pius Schmieder Kunde von einer Handschrift des Klosters Lambach, in der eine ihm bisher unbekannt gebliebene Beschreibung einer Pilgerfahrt in das heilige Land aus dem 14. Jahrhundert enthalten ist. Er sagt am Schlusse mit Recht: „Sollte diese Schrift noch ganz unbekannt sein, so verdient selbe jedenfalls eine nähere Untersuchung.“ — Diese Beschreibung ist jedoch schon mehrfach vollständig gedruckt worden, zuerst durch Canisius in Antiquae lectionis T. V, 2. p. 95 ff., dann durch Basnage in der zweiten Bearbeitung dieses Werkes Thes. Mon. eccles. et hist. T. IV, p. 331 ff. und neuerdings durch den Unterzeichneten, zumeist nach einer Wolfenbütteler, von Canisius und Basnage mehrfach abweichenden Handschrift, in der Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen 1852, S. 226 ff. Dort ist zugleich weitläufig über den Verfasser derselben, den Edeln Wilhelm von Boldensele, der eigentlich Otto von Nienhus hieſs, und über die verschiedenen Handschriften, welche von der Reisebeschreibung noch erhalten sind, gehandelt worden. Die Handschrift zu Lambach war mir damals eben so wenig bekannt, als eine Handschrift zu Breslau, über die Wattenbach in dem Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde XI, S. 698 f. berichtet. — Für denjenigen, der sich für die Person des Verfassers dieser Reisebeschreibung besonders interessiert, mag hier noch bemerkt werden, daſs Hr. Hauptmann von Ledebur in Nr. 34 des Wochenblatts der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg 1861 die Ansicht aufgestellt hat, Otto von Nienhus, genannt Wilhelm von Boldensele, sei der letzte Sproſs des ums Jahr 1300 ausgestorbenen Geschlechtes der Grafen von Wölpe gewesen, wogegen Hr. Geh. Legationsrath von Alten in der Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen, 1861, S. 219 ff. wichtige Bedenken geltend macht. Daſs Potthast’s Wegweiser das wichtige Schriftchen nicht erwähnt, ist um so mehr zu tadeln, da dasselbe als vielgebrauchte Quelle der späteren Beschreibungen, namentlich des Ludolf von Suchem, anzusehen ist, wie ich in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft Bd. XVI, S. 710 f. gezeigt habe.
Hannover, den 1. December 1866.
C. L. Grotefend.
25) In der literar.-artist. Anstalt des german. Museums (vgl. oben die Chronik des Museums) ist zu haben:
Die deutschen Farben: Schwarz, Gold, Roth, und die historische Berechtigung der rothen Farbe im deutschen Banner, von F.-K. Fürsten zu Hohenlohe-Waldenburg. 1866. Stuttgart, Druck der k. Hof- und Canzlei-Buchdruckerei von Gebrüder Mäntler. 1 Bogen Text in 4. mit 3 Abbildungen. Preis 6 Sgr. oder 21 kr. rhein.