Wet van het Historisch Genootschap. 8. 14 Stn.
Verslag van het verhandelde in de algemeene vergadering van het Provinciaal Utrechtsche Genootschap van Kunsten en Wetenschappen, gehouden den 27. Junij 1865. Utrecht, C. van der Post jr. 1865. 8.
Aanteekeningen van het verhandelde in de Sectie-Vergaderingen van het Provinciaal Utrechtsche Genootschap van Kunsten en Wetenschappen, ter gelegenheid van de algemeene vergadering, gehouden in het jaar 1864. Utrecht, C. van der Post jr. 1864. 8.
Nachrichten.
Literatur.
Neu erschienene Werke.
3) Die römischen Inschriften in Dacien. Gesammelt und bearbeitet von Michael J. Ackner, gestorben als ev. Pfarrer in Hamersdorf, k. Rath u. s. w. und Friedrich Müller, Gymnasialdirektor u. s. w. Herausgegeben mit Unterstützung der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Wien, 1865. Verlag von Tendler u. Comp. (Carl Fromm). 8. 247 Stn. In einem längeren Vorworte geben die gelehrten Verfasser Rechenschaft über die durch mehrere Jahrhunderte sich ziehenden Bemühungen, die bis jetzt aufgewandt wurden, den von ihnen behandelten Stoff zusammenzutragen und zu erläutern, wie über die Bedingungen, unter welchen ihre eigne Arbeit den früheren sich anschlieſst, welche letztere, ohne für jene die Nothwendigkeit der selbständigen Prüfung aufzuheben, die fast eben so groſse Schwierigkeit der Sichtung des bis jetzt zu Tage geförderten wissenschaftlichen Materials hinzufügte. Ob die vorliegende Arbeit den Schluſs der zahlreichen und gröſstentheils veralteten Versuche bilde, darüber könnte endgültig natürlich nur an Ort und Stelle entschieden werden. Soweit aber nach Analogien zu schlieſsen erlaubt ist, hat die Schrift auf das Prädikat der Vollendung in hohem Grade Anspruch. Ihre Zusammenstellung zeugt von einem Fleiſse, der nur aus der Lust vollkommenen Verständnisses erklärbar wird, wie wiederum vor Allem dieses die groſse Masse des vereinigten Materials werthvoll macht. Von mehr als hundert Orten in Siebenbürgen, Serbien, Bulgarien, Slavonien, der Walachei, Moldau, Militärgrenze, dem Banat u. s. w. sind über tausend Inschriften zusammengetragen, durch Anmerkungen erläutert und durch ausführliche Register zugänglich gemacht. Die Ausstattung des Buches ist, wie sie für ein Werk, das selbst Anspruch auf monumentalen Werth macht, sich ziemt. 4) Geschichte des Herzogs Rudolf IV. von Oesterreich, von Dr. Alfons Huber, Professor der Geschichte in Innsbruck. Innsbruck, Wagner. 1865. 8. IX, 223 Stn.
Längst war es der Wunsch aller Freunde der Habsburger, es möchte Jemand sich der nicht kleinen Mühe unterziehen, die Lichtfunken zu sammeln, welche Rudolf’s IV. kurze, aber glanzreiche Bahn, einem Meteore gleich, von Ungarn und Böhmen aus in Oesterreich und Tirol, ja bis Venedig, aber nicht weniger in Schwaben, vorab in den Wiegenlanden seines erlauchten Geschlechts, verbreitete.
Diese hochherzigen Erinnerungen an die Jugendzeit des Hauses Habsburg leuchteten vom Frühlinge 1353 bis in den Sommer 1365, also ein Dutzend Jahre hindurch, in der trüben Zeit, als das Haus Luxemburg-Böhmen mit Kuttenbergs Silber sich auf ewig ein böhmisches Erbreich über ganz Deutschland zu erkaufen hoffte.
Da Herzog Rudolf und seine Umgebung trotzdem, daſs er zu Wien die Universität und Stephanskirche errichtete und in kühnem Heldengange über den Krimlertauren zur Winterszeit Tirol erwarb, doch unsern obern Landen eben so nahe stand, als Oesterreich, hätten wir recht sehr gewünscht, daſs man dem Verfasser seiner Lebensgeschichte alle nöthigen Mittel zur Hand gestellt hätte, die sehr zahlreichen Erlasse Herzog Rudolf’s IV. in Schwaben, Burgund und Elsaſs zu sammeln, — was ihm leider nicht ermöglicht wurde. Trotz dieses Mangels bleibt diese Lebensgeschichte dennoch eine recht lobenswerthe Unternehmung; denn was im Bereiche des Verfassers lag, wurde gesammelt und so gut benützt, daſs es in Böhmen und Italien, in der Schweiz wie in Frankreich zu reichen Nachträgen ermuntern wird. Zwei Monographieen werden ganz besonders fördernd hier unterstützen: diejenige des Johannes Schultheiſs, Kanzlers Rudolf’s IV., Bischofs von Gurk, Brixen und endlich von Chur, mit vielen bisher unbekannten Daten; dann die Geschichte der Königin Agnes, Base Herzog Rudolf’s IV., die (mit 400 Regesten und etwa hundert Urkunden) im Jahre 1866 erscheinen wird.