Daß wir es hier mit heraldischem Pelz zu thun haben, der häufig zu jener Zeit in der Sp. 219 abgebildeteneckigen Form vorkommt, scheint mir nicht zweifelhaft[92]. Auf den Umstand, daß auf einem Siegel IV, A. 1 Werner’s von Meding, („famuli“) v. J. 1320[93] die Zeichnung auf der Decke den gewöhnlichens heraldischen Pelzmustern weniger entspricht, lege ich ein geringeres Gewicht, weil bekanntlich im Laufe der Zeit, ja oft sogar weniger Jahre, bis zur Unkenntlichkeit gesteigerte willkürliche Metamorphosen mit so vielen (ursprünglich einfachen und deutlichen) Wappenbildern vorgenommen worden sind.
Siegel 2, Juni
Wappenbild zu Siegel 2, Juni
Beispiele von Wappendecken und zwar ganz ähnliche, auch auf einem Hirsch, liefern die Siegel des Geschlechts der Herrn von Campe[94].
XIII.
Siegel 3, Juni
DasSiegel IV, A. 1 des Truchsess Anno von Bodendik, mit der Legende: Sigillum Annonis dapiferi ducis de Brunswic, von c. 1258, zeigt uns einen solchen Hirsch mit dem Wappen auf seiner Decke.
XIV.
Siegel 4, Juni
Das Wappen selbst sehen wir hier auf demSiegel IV, A. 2 des von Bodendik[95] v. J. 1338.