Internationale Revue: 4, Bd., 5. Hft. Zur Geschichte unserer Ziffern. (H. Deutsch.)

Der Salon: Juli, S. 218. Prag. (E. M. Vacano.)

Sonntagsblatt (von Dohm): Nr. 18–22. Die blutige Maria. Geschichtliche Skizze. (J. Mühlfeld.) — Zur Geschichte des Ringes.

Preuß. Staatsanzeiger: Beilage Nr. 127. Brandenburgisch-preuß. Denkmäler am Rhein. — Nr. 138. Die Einnahme der Tempelburg Arkona auf Rügen am 15. Juni 1168.

Illustr. Zeitung: Nr. 1305, S. 9. Kloster Nimbschen.

Leipziger Zeitung: Wissensch. Beil. Nr. 43 f. Der Kriegszug des Kurfürsten Moritz von Sachsen gegen Kaiser Karl V.

Vermischte Nachrichten.

69) Nach dem Gutachten der Dombaumeister Voigtel, Schmidt und Denzinger handelt es sich bei der Herstellung des Domes zu Frankfurt a. M. nicht blos um die Heilung der Brandschäden, sondern auch um die Verbesserung der Fehler, welche in frühern Jahrhunderten aus Mangel genügender physikalischer Kenntnisse begangen worden sind. Die eisernen Verbindungen der Thurmquadern haben in demselben viel tiefer reichende Zerstörungen angerichtet als das Feuer. Eine Abtragung der Kuppel und des Achtecks bis zum Ansatze der Fenster und der Neubau derselben scheint erforderlich. Dieser Neubau aber macht die aus ästhetischen Rücksichten und wegen Schutz vor abermaliger Feuersgefahr wünschenswerthe Freilegung des Doms zur Nothwendigkeit, da sonst die erforderlichen Gerüste nicht angebracht werden können. Im Interesse der Sicherheit sollen auch alle Holzbausachen: Schneebretter, Läden, Dachsparren, Glockenstuhl, welche dem Feuer Eingang und Nahrung gewährten, beseitigt und durch Eisen ersetzt werden. Freilich würde die Ausführung der Pläne der Commission, ohne die Ankaufskosten der niederzulegenden Gebäude, einen Aufwand von ½ Mill. fl. verursachen, während das Vermögen des Dombauvereins nur 100,000 fl. beträgt.

(Ill. Ztg. Nr. 1306.)

70) In dem Kreuzgange des Paulinums in Leipzig befinden sich alte Frescogemälde, welche der seit kurzem daselbst bestehende Verein für Geschichte Leipzig’s von ihrer Uebertünchung befreien und wo möglich in ihrer Urspünglichkeit wiederherstellen lassen will. Am 19. Juni waren bereits zwei Felder in der frühern Gestalt bloßgelegt, und es scheint sich nach den neuentdeckten Angaben herauszustellen, daß die Bilder 1390 gemalt und im Jahre 1517 übermalt worden sind.