Eine Sammlung päpstlicher Briefe aus dem Stifts- und Stadtarchive Lucern. (1249 bis 1489.) Von Jos. Schneller. — Ueber das Alter dreier undatierten urnerischen Maieramtsrödel aus Zürich. Von J. L. Brandstetter. — Visitatio Decanatus Surlacensis de 8. Nov. 1632. Mitgeth. von J. Bölsterli. — Zur Geschichte der Burgunderkriege. Mittheilungen von F. Bell und J. Schneller. (Mit einer artistischen Beigabe.) — Das Leben des sel. Eremiten Nicolaus von Flue, beschrieben vom Gerichtsschreiber Johannes Salat zu Lucern, im Jahre 1536. Herausgeg. und eingeleitet von Frz. Schiffmann. — Das geistliche Drama vom 12.–19. Jahrhundert in den 5 Orten, besonders in Einsiedeln. (Zusätze und Nachträge zum XVII. Bande des Geschichtsfreundes.) Von P. Gall Morel. — Die Urbarien des Chorherrenstiftes Beromünster. a. Das Zinsbuch des Kelleramtes. Mitg. von J. Bölsterli. — Die Geschlechter der Stadt Zug, nach ihrem Ursprunge oder Herkommen. Von Paul Ant. Wikart. — Das Hexenwesen im Gebiete Lucerns, am Ende des 16. Jahrhunderts. Von Jos. Schneller. — Chronologische Inhaltsverzeichnisse sämmtlicher Urkunden und Belege des XXIII. Bandes.

Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte. Herausgegeben vom historischen Vereine des Kantons Thurgau. Neuntes Heft. Frauenfeld. 1868. 8.

Joachim Brunschweiler, oder Lehr- und Wanderjahre eines Porträtmalers am Ende des XVIII. und im Anfange des gegenwärtigen Jahrhunderts. — Ueber römische Niederlassungen im Thurgau und speziell über die Ausgrabungen in Oberkirch. — Alte Haus-Talismane (Bericht über einen merkwürdigen Fund bei der Renovation des reformirten Pfarrhauses Hüttweilen im Jahr 1854). Stiftungsbrief der Kaplaneipfründe Amrisweil. Anno 1455. — Das Brugger Armengut. — Dr. Johann Heinrich Roth von Keßweil. — Bestand des Vereins im Janr. 1868. — Katalog der Bibliothek des Vereins.

Geschichte der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen in Basel. Einundneunzigstes Jahr. 1867. Basel. Schweighauserische Buchdruckerei. 1868. 8. 280 Stn.

Der Vorstand des Harzer Geschichtsvereins hielt am 7. Juli eine Versammlung in der Waldmühle zu Michaelstein ab. Man besprach zunächst einen Münzfund zu Rübeland, der Meißenische Groschen von ca. 1410 zum Vorschein brachte, ferner einen Fund von Knochen des Höhlenbären, eines jener Messingbecken aus Nürnberg, die noch immer so verschiedene Deutung sich gefallen lassen müssen. Sodann wurden die Kreuzgänge und sonstige Räume des alten Cistercienserklosters Michaelstein besichtigt.

Ueber die in diesem Jahre bisher gehaltenen Versammlungen des Vereins für hamburgische Geschichte berichtet eine Hamburger Zeitung, aus welcher wir nachfolgend das Wesentlichste zusammenstellen. Am 17. Januar hielt Dr. Karl Koppmann einen Vortrag über das Verhältniß Hamburgs zu König Christian I. von Dänemark und dessen Bruder, Graf Gerhard von Oldenburg, 1460–1470. Ein Resumé dieses Vortrages theilt die erwähnte Zeitung mit. — In der Versammlung vom 14. Februar sprach Deichinspektor Hübbe „über den Entwickelungsgang der Verfassungen und Verwaltungsformen in den verschiedenen Landschaften des hamburgischen Marschgebietes“. — Am 5. Juni fand eine allgemeine Versammlung statt, in welcher Dr. Hübbe den Jahresbericht erstattete. Nachdem derselbe die im abgelaufenen Jahre gehaltenen Vorträge, sowie die literarischen Arbeiten des Vereins (unter den letztern verdient die beabsichtigte Herausgabe der alten hamburgischen Stadtrechnungen, 1350–1562, in drei Bänden, besondere Erwähnung) vorgeführt hatte, gedachte er des Verkehrs mit den auswärtigen Vereinen und kam bei dieser Gelegenheit auch auf das german. Museum zu sprechen, dessen Unterstützung er den Mitgliedern des Vereins angelegentlich empfahl. Am Schlusse erwähnt der Vortragende einer vorgenommenen Revision der Statuten. Hauptmann Gädechens erstattete sodann noch Bericht über die Cassenverhältnisse des Vereins, sowie Dr. Voigt über die Bibliothek.

Philologische und historische Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Aus dem Jahre 1866. Berlin. 1867. 4.

Das Friedegut in den Fehden des Deutschen Mittelalters. Von Homeyer. — Ueber die Formel „der Minne und des Rechts eines Andern mächtig sein“. Von dems.

Jahresberichte und Mittheilungen des Historisch-Statistischen Vereins zu Frankfurt a. O. Sechstes und siebentes Heft. Mit drei Tafeln lithographischer Abbildungen. Frankfurt a. O. 1867. 8.

Vereinsangelegenheiten. — Verzeichniß der Münzsammlung des Vereins vom Ref. Bardt. Mit 1 Tafel Münzabb. — Bruchstücke von Frankfurter Urkunden aus dem 13. u. 14. Jahrh. Mitg. vom App.-Ger.-Rath Langerhans. — Die Hinrichtung des Hans Hermann von Katte in Küstrin, vom Div.-Pred. Hoffbauer. Mit 1 lith. Strichzeichnung. — Ueber die ältesten Abbildungen der Stadt Frankfurt a. O., vom Oberl. Dr. Rasmus. Nebst Abdruck mehrerer fliegenden Blätter von 1631. Mit 1 lith. Abb. der Stadt Frankfurt a. O. aus d. J. 1548. — Ueber die ältesten Inschriften in Frankfurt a. O., von dems. — Christoph Stummel, ein Frankfurter Dichter der Reformationszeit, von dems. — Aus dem Reisejournal des Eberhard Heinrich Daniel Stosch, geführt in den Jahren 1740–42, vom Pror. Schwarze. — Die Hänselgesellschaften im Oderbruch, vom Privatlehrer Rubehn. — Die Mordbrennerbande von Müncheberg vom Jahre 1776, vom Kreisger.-Rath Kuchenbuch. — Verzeichniß der Rectoren der Universität Frankfurt, von 1706–1811, vom Dr. L. Streit. — Die erste Aufführung von Lessings Miß Sara Sampson in Frankfurt a. O., vom Dr. med. Löwenstein. — Die Frobenschen Grabschriften in der reformirten Kirche zu Frankfurt a. O., vom Pror. Schwarze. — Die Wiege der Beckerschen Weltgeschichte, vom Reg.-Rath Rudloff.