Vereinsangelegenheiten. Geschichte des Königlichen Schlosses zu Dresden. (Schluß.) Von Oberhofmarschall Frhrn. v. Friesen. — Die Falkenjagd am Hofe zu Dresden. Von A. v. Minckwitz. — Des Kurfürsten August Bedeutung für die sächsische Volkswirthschaft. Von Dr. Johs. Falke. — Beitrag zur sächsischen Münzgeschichte. 1474–1500. Von dems. — Beschreibung der beigegebenen Abbildungen (Ciborium etc.). Von G. Büttner.

Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Alterthumskunde. Herausgegeben... von... Dr. Ed. Jacobs. Erster Jahrgang. 1868. Erstes Heft. Mit einer Steindruck-Tafel. Wernigerode, 1868. 8.

Vereinsangelegenheiten. — Der Aufenthalt König Otto’s III. zu Ilsenburg. Von Ed. Jacobs. — Ein Beitrag zu der Geschichte der Pfalzgrafen von Sachsen. Von G. Bode. — Ueber den Besitz der Grafen von Ravensberg und Dassel in der Grafschaft Werni gerode. Von J. Grote. — Hierographia Mansfeldica. Verzeichniß der früher und noch jetzt in der Grafschaft Mansfeld und dem Fürstenthum Querfurt bestehenden Stifter, Klöster u. s. f. Vom Archivrath v. Mülverstedt. — Die Betheiligung von Artern und Umgegend am Münzer’schen Bauernaufruhr. Von Ed. Jacobs u. G. Poppe. — Statuten und Mitgliederverzeichniß der Halberstädter Calandsbrüderschaft. Vom Pastor F. Winter. — Tileman Platner (Pletener). Vom Obertribunals-Rath Otto Plathner. — Das große Faß zu Gröningen im Fürstenthum Halberstadt. Vom Archivrath G. A. v. Mülverstedt. — Das große Weinfaß zu Gröningen in einer alten Schul-Komödie und Bemerkungen zur Geschichte des Schauspiels und der Sitten am Harz im 16. und 17. Jahrh. Von Ed. Jacobs. — Ueber verschiedene, meist dem Mittelalter entstammende öffentliche Darstellungen, Aufführungen (Komödien) und Gebräuche in der Grafschaft Wernigerode. Von dems. — Zur Geschichte des Schulwesens zu Artern im 16. u. 17. Jahrh. Von G. Poppe. — Ueber einige altdeutsche Wohnplätze in der Grafschaft Wernigerode. Vom San.-Rath Dr. A. Friederich. — Auffindung eines Steingrabes bei Osterode am Fallstein. Von J. Grote. — Vermischtes.

Am 27. August fand eine Zusammenkunft der Mitglieder des Harzer Geschichtsvereins auf der Waldmühle bei Kloster Michaelstein statt. Beschlossen wurde eine Excursion gegen Ende Septembers in die an historisch bedeutsamen Punkten reiche Gegend von Bodfeld. Sanitätsrath Dr. Friederich legte seine Beschreibung der in einem Todtenhügel bei Minsleben gefundenen Alterthümer vor. Die vierwöchentliche systematisch betriebene Aufgrabung des Kniggels bei Minsleben hat nicht weniger als 46 unverbrannte Gerippe zu Tage gefördert, ferner mehre wohlerhaltene und mit verbrannten Menschenknochen gefüllte Urnen und eine Menge zerbrochener, die den Randstücken nach auf 217 Stück Urnen schließen ließen; daneben werthvolle Steingeräthe und Steinwaffen, sowie auch, fast ohne Spur aus der Bronzezeit, eine Anzahl eiserner Waffen und Geräthe.

Nachrichten.

Literatur.

Neu erschienene Werke.

28) Belagerung, Zerstörung und Wiederaufbau der Burg Hohenzollern im fünfzehnten Jahrhundert. Nach dem jetzigen Standpunkte der Quellen dargestellt von Dr. L. Schmid, Hauptlehrer an der Real-Anstalt zu Tübingen. Mit Beilagen von zuvor ungedruckten Urkunden. Tübingen, Verlag der Osiander’schen Buchhandlung. 1867. 8. 122 Stn.

Die vorliegende kleine Schrift erzählt, durchweg auf urkundliche Forschung gestützt, den verderblichen Streit der Brüder Friedrich und Eitelfritz Grafen von Zollern gegeneinander und jedes derselben gegen die ihnen verfeindeten Landstände aus ihrer Nachbarschaft. Abgesehen vom Schicksale der jüngst in erneutem Glanze hergestellten Burg, welche in jenen Streitigkeiten zu Grunde gieng, werden wir schwerlich mehr für eine der aufgeführten Personen oder Thatsachen ein Interesse gewinnen, welchen bei der Nacktheit und Rohheit der ihren Handlungen zu Grunde liegenden Triebfedern nicht einmal ein romantisches Gewand sich umlegen läßt. Doch gerade in dieser streng historischen Darstellung werden die behandelten Personen und Thaten typisch für tausend andere, welche, wie wir wissen, damals im Reiche sich bewegten. Wir sehen die erschreckende Leere, in welcher der bedeutendste Theil des Volkskörpers existierte, und würden in Verlegenheit sein, die folgenden Geschichtsepochen herzuleiten, wenn nicht noch andere Quellen uns zu Gebote ständen. Die Kulturgeschichte, z. B. das Fehdewesen, die Kriegskunst der Zeit u. s. w., erhalten, in dem Buche mancherlei Ausbeute.

v. E.