An der Erkerwand im sogenannten Badezimmer fand ich ein dem 15. Jahrhundert angehöriges Ausgabenverzeichniß eingeritzt. Es vollständig zu lesen, ist unmöglich.
„umb cho.. v Pfund. — ij Pfund der chochin. — iiij Pfund.... iij Pfund — dem pinter iij Pfund — dem peter rawter ij Pfund — ich ij Pfund dem rawter — mir ij Pfund — aber xvi Pfund hern kitheisch vii g. — mir i Pfund — dem marx ij Pfund zins — mir 1 Pfund — aber 1 ducaten vnd ij Pfund — aber 1 Pfund den frawn von garten vnd haben ...... iij Pfund — aber xvj g. vmb pant (?) — aber dem haintrich 1 Pfund — aber x Pfund hern hansen dem chaplan........ aber XLVIj Pfund vmb wein — dem.... LI (?) Pfund — mir vi g. — aber iiij Pfund von des weins wegen — aber ij Pfund..... aber xviij g. dem. . lasch — aber umb daz mal (?) viij Pfund viiij g. — aber iij Pfund umb ij (?) ster gersten..... aber vi (?) g. — aber ij Pfund der ammen unt iiij (?) g.
xvj Pfund dem pfaff — slosser (?) i ducaten — mir iij.
.. am ersten viij m. — darnach xj (?) m...... v ducaten. — 1 ducaten.“
Auf der nämlichen Wandfläche steht noch: hic pro oculis alter pro capite.
Ueber Wandgemälde, die bisher theils wegen der argen Verwitterung, theils wegen der schweren Zugänglichkeit nicht beachtet worden sind, zu reden, behalte ich mir für später vor. Zugleich werde ich mich dann über die Ansicht Dr. D. Schönherrs äußern, der in der „harnasch kamer, gnannt Neythart “ jenes Gemach im obersten Stockwerke der Baumannswohnung zu erkennen glaubt, dessen Malereien unter anderen einen Reihentanz und ein Ballspiel zur Darstellung bringen; (s. seine Schrift: das Schloß Runkelstein bei Bozen. Mit einem Inventar des Schlosses von 1493, S. 16). Ich kann mich derselben nicht anschließen.
Innsbruck.
Oswald Zingerle.
Eine Glockeninschrift aus einem lateinischen Hymnus des Mittelalters.
Maria, Mater gratiae,