Ende.

Innsbruck.

Oswald Zingerle.

Samuel Karoch.

Die Handschrift der großh. Bibliothek in Weimar Q 108 (nicht 103), auf Papier natürlich, wie alle dergleichen Manuscripte, aus welcher wir in Nr. 5 des Jahrgangs 1879 die Verse des Heinrich von Mellerstadt über den Erfurter Brand mittheilten, enthält den buntgemischten Inhalt so vieler humanistischer Handschriften des 15. Jahrhunderts, in welcher auch die Ueberlieferung des Mittelalters noch nicht verschmäht wird, da eine scharfe Sonderung noch gar nicht eingetreten ist. Vorne eingeschrieben ist ein Inhaltsverzeichniß von dem Besitzer: „Apicius (?) Sifridi me possidet justo titulo.“ Zwischen den hier verzeichneten einzelnen Stücken sind aber nachträglich verschiedene Eintragungen gemacht, einzelne auch vielleicht nur als unbedeutend im Verzeichniß übergangen.

Auf fol. 246 ist in lateinischer und deutscher Sprache die bekannte Bulle des Papstes Innocenz VIII. vom 28. Juli 1490 eingetragen, durch welche die sogenannten Butterpfennige für den Bau der Elbbrücke bei Torgau bewilligt wurden, d. h. der Ertrag der Gelder, gegen deren Erlegung der Genuß der Butter in den Fasten gestattet wurde, weil doch in Sachsen der Oelbaum nicht gedeihe.

Auf Fol. 287 finden wir nach der Ars memoriae des Jacobus Publicius folgende künstlich gereimte Verse, welche vielleicht von Samuel Karoch[148] sein könnten.

Hora vespertina

vicina

transibam