Conrads von Mure Clipearius Teutonicorum. Von Th. von Liebenau. — Die Sprache des Gottesfreundes im Oberland. Von Dr. L. Tobler. — Zur Geschichte des Söldnerwesens. Von Th. v. Liebenau. — Dr. Johannes a Lapide. Von Dr. E. Blösch. — Zur Geschichte der Burgunder-Kriegsbeute. Von Dr. J. Strickler. — Ludovic Sterner, Scribe à Fribourg en Uechtland (de 1496 à 1510.) Par Alex. Daguet. — Badenfahrtsbrief (1545). Von F. Fiala.
Anzeiger für schweizerische Alterthumskunde. Indicateur d’antiquités Suisses. Zürich, April 1880. Nr. 2. 8.
Funde auf dem großen Hafner. Von Dr. F. Keller. — Prähistorische Eisenbarren. Von dems. — Antiquités burgondes. Von A. Quiquerez. — Die Sardonyxvase von Saint-Maurice. Von Dr. Hagen. — Ueber die Stadtmauer von Augusta Raurica. (Schl.) Von Dr. Burckhardt-Biedermann. — Notizen zur Baugeschichte des Basler Münsters. Von K. Stehlin. (Mit Abbild.) — Façadenmalerei in der Schweiz. Von S. Vögelin. — Silberschätze früherer Jahrhunderte. Von Z. W. — Simon Bachmann von Muri. Von Th. v. Liebenau. — Zur Statistik schweizerischer Kunstdenkmäler I. Canton Aargau. — Kleinere Nachrichten. — Literatur.
Urkundenbuch der Abtei Sanct Gallen. Teil III. Liefg. VI u. VII. 1330–1359. Herausgegeben vom historischen Verein in Sanct Gallen. Bearbeitet von H. Wartmann. Sct. Gallen, 1879. 4.
Literatur.
Neu erschienene Werke.
11) Jahresberichte der Geschichtswissenschaft, im Auftrage der Historischen Gesellschaft zu Berlin herausgegeben von Dr. F. Abraham, Dr. J. Hermann, Dr. Edm. Meyer. I. Jahrgang 1878. — Berlin, E. S. Mittler & Sohn. XII u. 663 S. (einschließl. Reg.).
Das Bedürfniß, die von Jahr zu Jahr immer mehr anschwellende Fluth der Arbeiten und Leistungen auf dem Gesammtgebiete der Geschichtswissenschaft in das Bett geordneter periodischer Uebersichten geleitet und gebändigt zu sehen, ist ein so allgemein fühlbares, daß eine dies bezweckende Unternehmung, besonders in einem Organe wie der „Anzeiger“, der die Bestrebungen auf den verschiedenen Feldern der deutschen Geschichte zusammenzufassen strebt, nur erwähnt, nicht erst besonders empfohlen zu werden braucht. Die Mühen und Schwierigkeiten, welche die auf dem Titel genannten Mitglieder der Historischen Gesellschaft in Berlin mit dieser verdienstlichen Arbeit auf sich genommen haben, ist eine so große, daß der deutsche Geschichtsfreund sich ihnen zu besonderem Danke verbunden fühlt. Dieser Pflicht will auch diese kurze Hinweisung genügen.
Das Vorwort weist unter Anerkennung dessen, was in einigen Zeitschriften, der „Revue historique“, in Sybels Zeitschrift, auch in den „Mittheilungen“ derselben Histor. Gesellschaft zu Berlin in verwandter Richtung bereits geschieht (theilweise auch in diesem „Anzeiger“), darauf hin, wie dringend wünschenswerth es sei, dem Geschichtsforscher ein Hülfsmittel an die Hand zu geben, durch welches er ein wahrheitsgetreues Bild der Vergangenheit aus allen dazu veröffentlichten Arbeiten gewinnen könne. Daher sollen nun in den Berichten nicht eigentlich Kritiken von Schriften und Autoren, vielmehr die Ergebnisse der Schriften, durch welche dieselben die bisher geltenden Züge des Bildes der Vergangenheit abändern, oder ihm neue einfügen, mitgetheilt werden. Zu diesem Zwecke wurde nun das Gesammtgebiet der Geschichte vom höchsten Alterthum bis zur Neuzeit in eine große Anzahl von Feldern eingetheilt und für jedes derselben ein Bearbeiter gesucht, der nach bestem Vermögen für den ihm nächsten Kreis die Arbeit des Jahres 1878 übersichtlich zusammenstellte. Die Zahl dieser Felder beträgt vorläufig 65, doch zerfallen ihrer mehrere wieder in Unterabtheilungen. Die Herausgeber hatten nicht nur bei der Auswahl und Gewinnung der Mitarbeiter eine nicht leichte Aufgabe, sondern sie haben sich auch bei der Redaction und Ergänzung der einzelnen Berichte große Mühe gegeben. Es ist noch besonders hervorzuheben, daß nicht nur eigentliche geschichtliche Darstellungen und Aufsätze berücksichtigt sind, sondern auch „alles, was zu Vermehrung, Sichtung und Sicherung des Quellenmaterials geschehen ist!“
Der Unvollkommenheiten und Lücken des vorliegenden ersten Jahrgangs sind sich die Herausgeber klar bewußt. So war eine vollkommene Gleichmäßigkeit vorläufig nicht zu erzielen. Verschiedene Länder und Zeiträume sind noch gar nicht vertreten. Jene Lücken und Mängel werden mehr und mehr ausgefüllt und gebessert werden, wenn die Herausgeber die erforderliche Unterstützung finden.