Wir fügen hier die Abbildung einer Beckenhaube bei, die dem Schlusse des 13. Jahrhdts. angehören dürfte und im Original in unserer Waffensammlung sich befindet, wohin sie, bereits vor längerer Zeit, aus dem Besitze des Herrn Pickert gekommen ist. (Fig. 4.)

Fig. 4.

Einige Krieger (Fig. 5 ) aus dem schon auf Spalte 175 angeführten Speculum humanae salvationis (Nr. 5970 unserer Bibliothek) zeigen die mit dem Panzerkragen verbundene Beckenhaube bereits stark zugespitzt. Ihre Füße sind nicht geharnischt, und es möchte scheinen, als ob sie überhaupt kein Ringgeflecht tragen, sondern nur dicke, farbige, wol wollene Gewänder. Dagegen haben sie bereits die dem 14. Jahrh. eigenthümlichen eisernen Handschuhe mit beweglichen Fingern. Der eine Krieger hat bereits den Eisenhut und trägt zu demselben eine Halsberge aus Wollenstoff.

Fig. 5. Fig. 6.

Ein irgend einem Grabe entnommenes Bruchstück eines solchen Handschuhes befindet sich in der Waffensammlung des Museums und ist inFig. 6 abgebildet.

Helme aus dem 14. Jahrh. besitzt das Museum nicht im Original, wohl aber einige Schwerter und Stangenwaffen, sowie einige Sporen mit spitzem Stachel, die theilweise in weit höheres Alter hinaufreichen, aber am besten mit anderen verwandten Waffen gemeinschaftlich betrachtet werden, sowie sodann auch die älteren, hier noch nicht benützten bildlichen Darstellungen gleichzeitig veröffentlicht werden können.

Ringgeflechte wurden auch noch in späterer Zeit unter den Eisenharnischen getragen. Die verschiedenen Stücke, welche das Museum besitzt, dürften daher eher der späteren, als dieser Frühzeit angehören.

Nürnberg.

A. Essenwein.

Drei Briefe des Johannes Aurifaber an den Rathsherrn Paulus Behaim in Nürnberg.