Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover. Herausgegeben von dem Vorstande des Vereins. Redigirt von Keck. — Band XXVI. Heft 3. (Jahrg. 1880.) Hannover, 1880. 2.

Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte. Herausgegeben vom histor. Vereine des Kantons Thurgau. Zwanzigstes Heft. Frauenfeld, 1880. 8.

Vereinsangelegenheiten. — Die Landsgemeinde des 1. Hornung 1798 in Weinfelden und die thurgauische Volksregierung der ersten Monate des Jahres 1798 oder Akten, betreffend die Freilassung der Landvogtei Thurgau. —

Koninklijk oudheidkundig genootschap te Amsterdam, onder bescherming van Z. M. Koning Willem III.

Jaarsverslag in te twee en twintigste algemeene vergadering op Maandag 24 Mei 1880, uitgebracht door den voorzitter. 8. Mit 6 autograph. Tafeln.

Vermischte Nachrichten.

123) Nachdem eine Reihe von Jahren hindurch auf der Insel Sylt Ausgrabungen veranstaltet, die jedoch 1878 und 1879 ausgesetzt worden waren, hat Professor Hantelmann aus Kiel dieselben im abgelaufenen Sommer wieder aufgenommen und manche interessante Funde gemacht.

124) Passau, 1. Oktober. In Jochenstein bei Oberzell wurde ein werthvoller Fund gemacht. Das „Augsb. Anzbl.“ schreibt darüber: Einem Bauern von Jochenstein fiel, so oft er seine Waldung begieng, eine Steintafel auf, welche mitten im Holze lag, 1,30 Quadratmeter groß; er beschloß diesen Stein zu heben, hob ihn wirklich dieser Tage und war sehr erstaunt über den Fund, den er machte, für ihn zwar werthlos, für Historiker aber von unendlichem Werth. Es waren unter dem Stein sechs kupferne Kopfringe, vier Armbandspiralen mit je neun Gängen und zwei Streitäxte, alles reines, hartes Kupfer. Sämmtliche Gegenstände sind gut erhalten; dieselben hat Herr Säcklermeister Nolde in Obernzell in Verwahr.

(Südd. Presse, Nr. 235.)

125) Einen seltenen Fund machten in diesen Tagen Steinsprenger auf dem benachbarten Gute Weidenau. Ein großer Stein, welcher einen Hügel deckte und durch Sprengung beseitigt wurde, legte ein sechseckiges Hünengrab offen. Dasselbe war 2,30 Meter lang, unten ein Meter breit, am Kopfende 30 Centimeter weit, und enthielt sechs Urnen, anscheinend aus blauem Thon, worin Knochenreste und Asche befindlich. Das Grab war nicht vollständig gefüllt. Herr Gymnasiallehrer Dr. Tappe hat sich der Mühe unterzogen, die Urnen sorgfältig herauszuheben, um weitere Untersuchungen anzustellen. Da in unmittelbarer Nähe dieser Grabstelle ein zweiter, größerer Hügel vorhanden ist, wird beabsichtigt, auch diesen offen zu legen, weil man darunter ein größeres Grab vermuthet.