Chronik des germanischen Museums.
Nürnberg, den 15. November 1880.
Wenn es heute und zu andern Zeiten wenig zu bedeuten hätte, ob die Niederschreibungen unserer Chronik gerade vom Tage des Abschlusses datiert sind, so lag doch im vergangenen Monate, wo wir auf die Kölner Domfeier Bezug nahmen, viel an der richtigen Datierung, und gerade da hat ein neckischer Zufall die Ziffer des Datums verändert. Unsere verehrten Leser werden die falsche Zahl wohl als bloßen Irrthum erkannt haben.
Wenn wir schon die erfreuliche Thatsache, daß die Anmeldungen zur Leistung von Jahresbeiträgen im laufenden Jahre jene der nächstvorhergehenden bedeutend übersteigen, als Zeichen der Anerkennung unserer Anstalt ansehen dürfen, so gereicht es uns doch zu ganz besonderer Genugthuung, daß wir heute an der Spitze der neuen Anmeldungen den Namen des ältesten Sohnes des deutschen Kronprinzen, Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Wilhelm von Preußen anführen dürfen. Von sonstigen Anmeldungen haben wir der Betheiligung der Städte Güstrow und Meißen am Städtesaal Erwähnung zu thun.
Zum Handelsmuseum zeichneten die Herren Heimbach und Königsberger in Frankfurt a. M., Heinrich von Ohlendorff in Hamburg je einen Antheilschein.
Von größeren einmaligen Gaben für das Museum führt unser heutiges Verzeichniß eine solche von 100 m. von Herrn Rittergutsbesitzer Weiß auf Burkersdorf und eine solche von 50 m. von Herrn Kaufmann J. A. Adami in Bremen auf.
Seit Veröffentlichung des Verzeichnisses in der vorhergehenden Nummer wurden folgende neue Jahresbeiträge angemeldet:
Von regierenden Häusern. Preussen. Seine Königl. Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen 30 m.
Von öffentlichen Kassen. Mindelheim. Stadtmagistrat (statt früher 6 m.) 7 m. 80 pf.
Von Vereinen. Freiberg (Sachsen). Gewerbeverein 3 m. Mergentheim. Lesegesellschaft „Museum“ 2 m.