[22] Reinkultur von Protozoen auf festen Nährböden. Centralblatt für Bakteriologie 1896. Bd. XIX.

[23] Kulturversuche mit Amöben auf festem Substrate. Centralblatt für Bakteriologie 1896. S. 257.

[24] Die Kultur der Amöben auf festem Substrate. Centralblatt für Bakteriologie 1896. S. 785.

[25] Während der Drucklegung dieser Schrift sind dann noch folgende weitere Arbeiten über die Kultur von Amöben oder Protozoen überhaupt erschienen:

Zunächst eine Arbeit von Casagrandi und Barbagallo (Centralblatt für Bakteriologie und Parasitenkunde Bd. XXI S. 579) „über die Kultur von Amöben“, in welcher auch alle früheren Arbeiten über denselben Gegenstand Berücksichtigung gefunden haben.

Casagrandi und Barbagallo kommen auf Grund ihrer Versuche zu dem wichtigen Schlusse, dass es in der That eine Anzahl von Nährböden giebt, in denen man die Amöben, welche ein freies Leben führen mit einer kontraktilen Vakuole versehen sind und vielkernige Cysten bilden, züchten kann. Es gelingt dies aber nicht mit denjenigen Amöben, welche eine parasitäre Lebensweise führen und den Fäces der Individuen, in denen sie hospitiren, entnommen werden oder auch mit denjenigen, welche folgende beiden, den niedrigeren schmarotzenden Protozoen gemeinsame Eigenschaften besitzen:

1. Mangel einer kontraktilen Vakuole (wie bei allen niedrigeren parasitären Protozoen);

2. Vorkommen einer mehrkernigen Cyste.

Gleichzeitig bemerken die genannten Autoren, dass die Amoeba coli von Kartulis, wie Kruse und Pasquale zeigten, nichts weiter ist als die Strohamöbe. Auch in den Kulturen von Piccardi tritt keine Entwickelung von Amoeba coli ein. Ebenso haben die Amoeba zymophila von Beyerinck und die Amoeba coli von Schardringer mit Amoeba coli nichts zu thun.

Frosch (Centralblatt für Bakteriologie und Parasitenkunde Band XXI S. 926) kommt in einer vorläufigen Mittheilung über „die Frage der Reinzüchtung der Amöben“ zu dem Ergebniss, dass das Wachstum einzelner Amöben an das Vorhandensein der Bakterien oder deren Stoffwechselprodukte gebunden zu sein scheint.