(Man hört fernen Donner, stärker und stärker. Plötzlich gibt es einen gewaltigen Krach, und auf einer großen Pauke kommt von rechts der Donnermann hereingeritten. Er hält vor dem Thron der Fee und steigt ab. Eine riesige Gestalt, dick und ungeschlacht, mit rotem, borstigem Bart und roten Haaren. Er hat ein schwarzledernes Wams an und hohe Kanonenstiefel.)
Donnermann
(macht vor der Nachtfee eine Verbeugung.)
Zum Donnerwetter, da bin ich gekommen;
Habe mir keine Zeit genommen;
Bin gleich, weil du mich geladen hast,
Auf meiner Pauke hierher gerast.
Mein Weib, die Blitzhexe, läßt dir sagen,
Sie hätte noch schnell mal wo einzuschlagen
Und käme dann hinterher geritten;
Derweil zu grüßen läßt sie bitten!
Potz – Himmel – Bomben – Donnerwetter,
Unterwegs überholt’ ich meinen Vetter,
Den Hagelhans, er muß gleich kommen,
Hat ein graues Wolkenschiff genommen,
Hat ein Loch an der Mondsichel ins Segel geschnitten,
Läßt derweil durch mich um Entschuldigung bitten.
Potz – Krach – Blitz – Donner – Bombenschlag –
Ich bin hier und sage dir guten Tag!
(Es donnert, und er verneigt sich.)
Ich danke dir für deinen Gruß, mein Lieber;
Setz’ dich nur dort an die Ecke herüber,
Und ich bitte dich, mach’ ein freundlich Gesicht
Und erschreck’ mir meine Sternenkinder nicht!
Donnermann
(nimmt Platz)
Potz Bomben, ich will’s versuchen, schöne Frau;
Doch entwischt mir ein Donner, nimm’s nicht so genau.