[1] Siehe die Tafeln am Schlusse des Buches.

[2] Eine grosse Eigenthümlichkeit entfalteten die Abessinier aber viel später in Behandlung der in Fels gehauenen Bauten. Diese lassen sich an Kühnheit der Ausführung und Besiegung der Schwierigkeiten vollkommen ähnlichen Wunderwerken Asiens und Amerikas an die Seite setzen. Ja viele, z.B. die Wunderkirchen in Lalibala, übertreffen an Ebenmaass und Schönheit manche viel berühmtere Bauten ähnlicher Construction. Nach Lalibala sind wenige Reisende gekommen. Da ich auf meiner diesmaligen Reise weder Lalibala berührte, noch auch sonst Gelegenheit hatte, derartige in den Fels hineingetriebene oder aus einem einzigen riesigen Monolith herausgearbeitete Kirchen zu besuchen, so liegt auch keine Veranlassung vor, hier näher darauf einzugeben. Die sich dafür Interessirenden verweise ich auf Alvarez oder auf meine im Globus und in Petermann’s Mittheilungen 1868 veröffentlichten Berichte über Lalibala.

[3] Das sehr grosse Original befindet sich im Besitze des Verfassers.

[4] Siehe die Tafeln am Schlusse des Buches.

[5] Der Golf von Sues hatte bei den Alten speciell den Namen Sinus Heroopolites, während der östliche, jetzt Akaba-Busen genannte Arm Sinus Aelaniticus hiess.

[6] Ueber 2000 km beträgt diese Länge.

[7] Die grösste Breite, unter dem 16. Grad nördl. Br., beträgt über 350 km.

[8] Die Pilger waren nach Djedda verfrachtet und mussten dort eintreffen, um die am bestimmten Tage stattfindende Besteigung des Berges Arafat und das damit verbundene Opfer ausführen zu können. Hätte man sie bei Yanbo, das ca. 400 km nördlich von Djedda und noch weiter von Mekka gelegen ist, gelandet, dann wären sie viel zu spät gekommen, ihre weite Pilgerreise von Java wäre also vollkommen umsonst gewesen. Um nun ein Ausschiffen in Yanbo zu verhindern, würden sie sich zu jedem Opfer bereit erklärt haben.

[9] Djedda heisst auf Deutsch Grossmutter und, eigentlich Medina el Djedda, Stadt der Grossmutter oder Ahne, hat sie diesen Namen erhalten wegen des dort befindlichen Grabmals der Eva.

[10] Hier in Djedda wurde am 15. Juni 1858 jenes entsetzliche Blutbad unter Franzosen, Engländern und Griechen seitens der Mohammedaner angerichtet, welchem durch ihre Tapferkeit nur die Frau Emerald, Tochter des französischen Consuls, entging. Unbegreiflicherweise begnügte sich England mit einem dreitägigen Beschiessen der Stadt, während die einzige nachhaltige Strafe die Eroberung Mekkas gewesen wäre und hätte sein müssen. Dass dies nicht geschah, hatte schon zwei Jahre darauf, im Juli 1860, die Metzelei von Damaskus zur Folge, und die Christenmetzeleien in Aegypten 1882 sind nur Folge der blutigen Ausschreitungen von Djedda und Damaskus. Und auch diese ägyptischen sind nicht die letzten! Das einzige Mittel, die Mohammedaner von ihrem religiösen Wahnsinn zu heilen, ist, ihnen praktisch zu beweisen, dass die Welt nicht untergeht, falls irgendeine christliche Macht, wenn auch nur vorübergehend, Mekka und Medina besetzt. Zu zerstören braucht man ja deshalb noch nicht diese altehrwürdigen Städte.