Direktor Hassenreuter
Es ist besser so. Treten Sie einstweilen hier in die Bibliothek hinein. — (Er bringt die Piperkarcka, die Kielbacke und das Kind in die Bibliothek.) — Und jetzt, Herr Schierke, wollen wir meinethalben diese Megäre da draußen herein lassen.
Schierke
der die Tür ein wenig öffnet.
So! Aber bloß de Knobben! Komm Se mal rin.
Frau Sidonie Knobbe erscheint. Sie ist eine hohe, abgezehrte Erscheinung mit stark ramponierter modischer Sommertoilette. Ihr Gesicht trägt die Stigmata der Straße, zeugt aber übrigens nicht von schlechter Abkunft. Ihre Allüren sind merkwürdig damenhaft. Sie redet mit Affektation, ihre Augen deuten auf Alkohol und Morphium.
Frau Knobbe
indem sie hereingesegelt kommt.
Es ist keine Ursache zur Besorgnis, Herr Direktor. Vorwiegend sind es kleine Jungens und kleine Mädchen, da ich kinderlieb bin, wie Sie wissen, die mit mir gekommen sind. Verzeihen Sie gütigst, wenn ich hier eindringe. Eines der Kinder sagte mir, es hätten sich zwei Frauen mit meinem Söhnchen zu Ihnen heraufgeschlichen. Ich suche mein Söhnchen, genannt Helfgott Gundofried, da es tatsächlich aus meiner Wohnung verschwunden ist. Ich möchte Sie aber nicht inkommodieren.
Schierke
Darum wollt’ ick och janz jehorsamst bitten, verstehn Se mich.
Frau Knobbe
diese Worte mit hochmütiger Kopfbewegung übergehend.