(in halbem Humor):
Für einen Arzt, der nicht praktiziert, hast du eine ziemlich lebhafte Praxis, Rasmussen.
Rasmussen:
Nächstens erheb ich Honorar. Ihr macht mir wirklich ein bißchen viel Umstände. Übrigens muß irgendein böser Stern in diesen Jahren über uns Freunden wirksam sein; vor noch nicht dreizehn Monaten habe ich meinen Vater verloren, letzten Dezember den Bruder, gleich darauf rieft ihr mich, und ich habe das nahe Ende deiner Mutter prognostiziert; dann liegt noch der Tod einer alten Wohltäterin dazwischen, und nun ist womöglich hier wieder was los. Übrigens kannst du mir glauben, daß die Reise mit Eveline keine angenehme Zugabe gewesen ist.
Lucie:
Die Reise mit wem?
Rasmussen:
Mit Eveline. Sie kann übrigens noch nicht unten sein. Ich habe mich gleich auf der Färinsel, wo wir gelandet sind, losgemacht und bin zu Fuß durch die Dünen gelaufen. Eh der Wagen sich durch die Sandwege mahlt, vergeht sicher noch gut eine halbe Stunde. — Denk mal, ich habe jetzt über drei Jahre die See nicht gesehn, obwohl ich geborner Wolliner bin.
Lucie:
Erlaube mal, Rasmussen, das ist nicht gut möglich, was du da sagst; denn Hanna Elias ist drin bei Schilling.