(mit einem unwillkürlich hervorbrechenden, hilferufartigen und eigensinnigen Schrei):

Gabriel!

Schillings Stimme

(schnell und erschrocken):

Der bin ich! (Schilling erscheint in der Tür. In dem edlen, aber furchtbar veränderten Gesicht liegt Bestürzung und Staunen): Was ist denn passiert??

Rasmussen:

Nichts! Es ist gar nichts weiter passiert! Es hat sich nur wieder herausgestellt, daß eine Frau und gesunde Vernunft nicht vereinbar sind.

Eveline

(die Worte mühsam hervorwürgend):

Du hast mich belogen, Gabriel! Warum hast du mich hintergangen, gerade in einem Augenblick, wo ich wieder in meinem Innern Hoffnung schöpfte? Du sagtest, du habest dich freigemacht. Du sagtest, du habest mit Hanna gebrochen, und gerade in diesem Augenblick entdecke ich, daß du ein kalter, grausamer, hartgesottener Betrüger bist. Gabriel, warum tatest du das? Warum zerstörst du in mir den letzten erbärmlichen Rest von Achtung für dich? — Nein, ich kann einen Menschen wie dich nicht mehr achten!